"Fahrradflucht aus Berlin"

Heute in  9 Tagen jährt sich meine Flucht aus Berlin. Drei Übergangswohnheime hinter mir. Überall stehen noch Sachen rum, die ich mit absoluter Wahrscheinlichkeit nur über ein Gerichtsverfahren und einen "Titel" gegen die Übergangswohnheime wieder bekomme. Allen voran das "IB-International" als "Wiederholungstäter".  Die Entscheidung der Flucht aus Berlin nach der selben Strategie würde ich heute wieder tun. Nur wie geht es weiter. Wohnverhältnisse haben sich zwar gebessert, es war und ist ein stetiger Wachstum erreicht. Nur muss ich jeden Monat damit rechnen, das die ALG II-Hilfe von einem übereifrigen Mitarbeiter der Arbeitsagentur gestrichen wird, und ich wieder bei null anfange. Sollte das passieren, wird der Neuanfang nicht in Deutschland passieren, sonder in der EU. Und mein Fahrrad mit samt Anhänger haben mich schon mal 250 km weit gebracht. Übrigens das Sozialamt Jena hat mir als erste Übergangslösung den "Steiger" angeboten. Und nach meinen Recherchen ist das ein Asylantenheim. Noch, brauch ich als Deutscher kein Asyl im eignen Land beantragen.

 

Die erste Wohnung, und es war Nachts noch verdammt Kalt

Nur, zu welchem Preis. Zum Beispiel in meinem Beruf. Mein Studium ist das eine Thema, das andere ist ganz klar meine finanzielle Erholung. Denn meine Projekte, die ich mir so vorstelle, benötigen doch deutlich mehr Kapital. Und ALG II - Hilfe ist nun auch nicht das Gelbe vom Ei. Nach meiner Planung wäre meine Miete für den Wohnwagen ab voraussichtlich Ende Juli bis April 2006 bezahlt, und damit auch den ganzen nächsten Winter durch. Nach dem klaren Scheitern meiner ersten Zeitung in Jena habe ich mir nun die Rahmenbedingungen einer Internetzeitung geschafft, um von jedem Ort dieser Welt diese Arbeit machen zu können. Gerade heute, wo ich meine HI8 Filme gesehen habe, und ein Teil der Bilder auch her sind ( die Qualität ist nicht berauschend), stellt sich mir eine Frage:

Ist eine ständige Existenzgründung unter den Rahmenbedingungen in Jena überhaupt ratsam. Und so leid es mir auch tut, nur um als "Konsument" hier bleiben zu können, ist mir die "Zeit" zu Schade. Ich bin mir sicher, das viele in der Planung befindlichen Projekte für Jena zu einem gleichen Ergebnis gekommen ist. Ich kann nur etwas für die mich tun, wenn der Acker "Jena" auch fruchtbar ist. Und zur Zeit sehe ich das nicht. Auch wenn die Rahmenbedingungen für "Kreative" für mich hervorragend sind, nur "Kreative" die die Sicherheit der Arbeitsplätze erst möglich machen, sollten auch vernünftig Wohnen, Arbeiten und sich Ernähren können. Ich höre jetzt schon den Aufschrei der Entrüstung aus dem Blätterwald: "Jetzt sind wir in Jena Schuld am Scheitern einer Zeitung. Zum Teil schon kann ich da nur sagen. Nur erkenne ich frühzeitig die Notwendigkeit der Aufgabe eines Arbeitsumfeldes, bevor ich von Amtswegen "Gelöscht" werde. Viele der hier "Etablierten Zeitungen" können sich überhaupt nur aufgrund von Werbung Überwasser halten sowie von "wohlwollenden Statistiken". Egal sind mir die Menschen, die hier leben nicht. Nur das Gefühl, ein Schaf zu sein, der nur auf den Schäfer wartet. Nein Danke. Noch entscheide ich über mein eigenes Leben.

 

Wenn es so weit ist, werden sie es an den Artikeln und Bildern schon merken. Ich bin ja gespannt, wo in Europa ich hängen bleibe.

weiter mit Seite 2

C/ B?her

kostenlose counter

kostenlose counter