
Vor einem Jahr....
Erste Eindrücke einer Stadt, die es gilt zu entdecken. Meiner "Intuition" folgend habe ich ein Art von Tagebuch geschrieben. Beiträge über die ersten Eindrücke, die Leute und vieles mehr, so wie man neue Umgebungen kennen lernt.
Tag 1
05.04.04
Aktionen dieser Art bedeuten Vorbereitungen wie das Testen des Arbeitsmateriales.
Testpunkt: Das Zelt von den „Aldi“, in der Werbung für 12,99 Euro angeboten. Ein kleines 2 Personen Zelt. Sehr leicht. Genau mein Zelt. Dieses Teil gekauft und auf einem Zeltplatz in Berlin-Kladow aufgebaut. Die erste Ernüchterung: Eine ziemlich simple Montage aber dann: Das Ding war für einen 196 cm großen Mann viel zu klein. Eigentlich hätte dort nur mein neuer Schlafsack übernachten dürfen! Optimist wie ich nun mal bin, bin ich trotzdem rein. Vielmehr musste ich mich durch den Eingang für Kleinwüchsige reinschrauben. An Schlaf war trotzdem nicht zu denken. Das Gerät war so mies ausgelietert, das ich am nächsten Morgen in einer Tropfsteinhöhle durch die Atemluft aufwachte, und mein Schafsack war Nass. Beim Auschecken aus dem Campingplatz meinte der Besitzer zu mir, das dieses Zelt ein Kinderspielzelt sei. Weil, so ein Campingplatz ist eine Lebenskultur für sich. Jedes Zelt wird streng Beschaut: Tenor: Farbe, Form, Einstieg usw. . Und dieses „Netzwerk“ hat seine eigene Dynamik was Qualität angeht.
Die daraus resultierenden Folgekosten: 1. Eine Hotelübernachtung für 31 Euro, Platzmiete 11,20 Euro. Einmal Trocknen des Schlafsackes in einem Waschsalon und die daraus resultierende Arbeitszeit von 48 Stunden mit einem Stundensatz über GZA von 1,53 macht zusammen: 128,43 Euro. Spielen wir mal mein was-wäre-wenn-Spiel: 1000 „Penner“ mit Eigeninitiative kaufen dieses „Spielzeug“, dann rede ich von einem Schaden in Höhe von 128.000 Euro. Für euch kaum der Rede Wert, für uns, den „Pennern“ kein „Peanuts“
Nach der Sozialgesetzgebung ist jeder Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger dazu verpflichten, ein gewisses, im Amtsdeutsch „Eigeninitiative zur Verbesserung seines Arbeits- und Lebensumfeldes“ einzubringen.
Nun, Aldi, ich weiß nicht welche Qualitätsstandards sie als Inhaber des gleichnamigen Lebensmittelhandels an den Tag legen, aber, von der DIN 9002 Qualitätsnorm sind sie so weit entfernt, wie ein Huhn vom Steppen.
Zum anderen sollten sie sich mal die Mitarbeiter beschauen, die diese Nummer gebracht haben. Ich gehe mal davon aus, dass ihr Einkauf zentralisiert ist, also brauchen sie nur zwei Treppen Abwärtssteigen. Bei einem Sozialhilfesatz von 266,00 für „Penner“, war der „Penner“ der Kunde, und wurde abgezockt.
Sie wissen doch:
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C.K.J.P
Tag 2
06.04.04
Neues Zelt gekauft. Diesmal von einem Dänischen Möbelhaus am Ernst-Reuter-Platz. Kostenpunkt: 39,95 Euro. Ein, nach dem Beipackzettel 4 Mann Zelt. Da ich ja weiß, das Skandinavia Campingverrückt sind, sagte mir mein Gefühl: Kaufen. Gesagt, getan und wieder raus nach Gatow. Schon der Aufbau war deutlich komplizierter. Beim Auspacken: Überall Heringe. Verspannung ohne Ende. Für mich als Techniker ein vertrauenerweckender Anblick. Sieht man mal von einigen sprachlichen Problemen in der Aufbauanleitung ab, war der Aufbau für mich einfach, aber doch Zeitintensiv. Ein Innenzelt und ein Wasserabweisendes Außenzelt. Und die Verspannung. Jeder Bauingenieur wäre vor Freude gleich selbst eingezogen. Und wie der „Zufall“ es will, fing es gleich an zu regnen an. Und: Dicht. Also gleich eingezogen. Wie? Na mit einer Flasche Kulturbrause eines namhaften amerikanischen Cola-Herstellers. Einfach durch den Eingang reingeworfen.
Der Schlafsack aus einem Warenhaus in Wilmersdorf: Beim ersten Versuch Klatschnass, musste er noch einmal herhalten. Und siehe da, My Home is my Castle, geschlafen. Bei um 0 Grad war ich zwar Trocken aber noch nicht richtig Fit.
Nun, mein Notquartier zum frei Campen ist gefunden.
Der Anhänger: Eine, sagen wir mal eine einfache Rohrkonstruktion mit Räder und einer einfachen, aber bewährten Hängerkupplung dran. 119 Euro und ungebremst. Garniert mit einem Kunststoffeinsatz, wie Mann sie vom Bau kennt. Zum Mörtel anrühren. Taugt auch was als Babybadewanne, als Kühlung für die Kulturbrause vom Bau.
Für 119 Euro lassen die Montagefehler der FA Stadler nicht lange auf sich warten: Beide Räder müssen ausgewuchtet werden. Die Dinger eiern wie ein Entenarsch. Müssen Nachzentriert werden.
Fällt unter Gewährleistungspflicht des Anbieters. Als „Chassis“ für mein Büro auf Rädern erste Wahl. Mann wird mir die Bau-Kulturbrause munden.
Was macht Ihr Kopf, Liebe Leser?
Kopfweh?
Magnesium ist in längerer Dosierung für ihre Nervenbahnen oder „Synapsen“ der „Bringer“!
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C.K.J.P
Tag 3
07.04.04
Verzögerungen
Musste aufgrund der Montagefehler der Fa. Stadler sofort regeres anmelden. Ich also wieder rein, und mit der Reparaturannahme ein "Small Talk" gehalten. Mit der Bitte, ich möge eine halbe Stunde mich gedulden, denn die Reparatur wird sofort erledigt. Ich kam schon zum richtigen Zeitpunkt, weil ein junger Mann mit dem Rahmenbruch an einem Mountainbike da war. Der Rahmen war nicht an der Schweißnaht gerissen, sondern genau neben der Schweißstelle. Die Räder werden zum Teil mit Schutzgas auf einem Automaten zusammengeschweißt. Ergo, was sagt uns das: Der Rahmen selber ist das Problem. Entweder schlechtes Material oder zu Dünn dimensioniert. Und es steht in keinem Zusammenhang zum Gewicht des Fahrers. Ich als ehemaliger Kundendiensttechniker musste mich um so etwas Kümmern. Das bedeutet auch, man bekommt ein dickes Fell was die Launen meiner Kunden anging. Man entwickelt seine eigene Technik.
Auch scheint mir das im Fahrradbau ein grundsätzliches Problem zu sein. Ich verwende als Fahrrad ein von „Staiger“ gefertigtes Produkt das nicht mehr im Originalzustand ist. Die Bremsen waren ein Witz. Da ich mit Hänger unterwegs bin, ist V-Brake Pflicht, wobei ich noch einen Bremsminderer von Shimano in die Bremse vorne eingebaut habe Wenn man selbst schraubt, und Material braucht, verfällt man schnell in den DIN - Trott. Wenn z.B. neue Speichen benötigt werden, gibt es zwar schon Auswahl, was da wirklich an Material drinsteckt weiß niemand. Selbst Materialprüfberichte sind in diesem Handwerk ein Fremdwort. Sieht man sich die Speichen genauer an, bekommt man als „Techniker“ das große Heulen. Die Gewinde sind geschnitten und nicht gerollt. Bedeutet, jeder geschnittene Gewindegang eine Sollbruchstelle. ( Die Speichen reisen genau am letzten Gewindegang ab ).
Nun wieder zu meiner Wartezeit. Erster Gedanke: Italienische Lebenskultur. Cappuccino. In der Stabbi für ,50 Cent zu bekommen, beim Steiger 1,60 Euro. Dankend abgelehnt. Ich bekomm meinen Anhänger zurück. Was musste nachgebessert: Schlauch falsch montiert, neu Zentriert, und bei der Neumontage vor der Auslieferung sind die Räder V - förmig montiert worden. Sie laufen nicht parallel zueinander. Bedeutet: hoher Reifenverschleiß. Muss also wieder selber „Hand“ anlegen.
Heute war mein Waschtag. Klamotten und natürlich, den Schafsack.
Was nutzt ein „Penner“ für Möglichkeiten. Natürlich, liebe Leser, den Waschsalon. In meinem Fall von der Fa. „Schnell und Sauber“. Kurz unterhalb von Theodor- Heuss-Platz und 5 Minuten von der Messe. Eine reine Automatenstraße. Personal 0. Abrechnung über Chipkarte die Aufgeladen werden kann. Die Dinger entpuppen sich schnell als einarmige Banditen. In der Zeit, wo ich gewaschen habe, verschwanden die ,50 Cent Stücke von einem Kunden reihenweise. Es waren genau 2 Euro, bis der Automat raffte, das der Kunde „Weichspüler“ haben möchte. Wie soll also ein „Tippelbruder“ seine 2 Euro in „Briefmarken“ (so es bei mit das letzte mal abgerechnet) wiederbekommen , wenn in seinem Ausweis als Meldeadresse „Ohne Festen Wohnsitz“ steht. Und aus der Filiale in Spandau-Hafenplatz habe ich vor 2 Jahren 11,80 Euro bei dem dort arbeitenden Mitarbeiter angemeldet, und die Meldekarte mit Adresse und Handynummer angegeben auf die ich heute noch warte. Interessantes Schwarzgeld, oder was meinen sie vom Finanzamt zu der Thematik. Denn es ist wie es ist, Wartungsfehler dieser Art zahlt der Kunde, also auch der „Penner“,
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C.K.J.P
Tag 4
08.04.04
Nach 123,9 KM endlich ein Quartier bei der Frau Spiesike gefunden. 15 Euro die Nacht. Vorher hoch bei einem Wohnheim des Paritätischen Wohlfahrtverbandes vorbei gekommen. Also ein Laden, die sich die Gemeinnützigkeit auf die Fahne geschrieben haben In Berlin gibt es eine Straßenzeitung, die sich diesen Laden mit in Zeitungsgeschäft geholt haben. Die Zeitungsmacher mit den zugekauften Artikeln wissen wahrscheinlich genau, warum. Dieses Wohnheim entpuppte sich als Altenwohnheim, mit einer Zufahrt für Kettenfahrzeuge wie den Leo1 mit so 70 Tonnen Kampfgewicht. Was man so alles unterwegs sieht. Potsdam schnell durch. Bin an einem „Studentenzimmer zu vermieten Schild“ vorbeigekommen Die Leute sind mir einfach so La la. Ich habe einen Typen, der eine Straßenkarte unter dem Arm trug, nach den Weg gefragt. Denken sie, der Schaute in die Straßenkarte. Ein echter Hutständer. Was die Fahrradwege angeht, war es schon ein tolles fahren. Gleich hinter Potsdam habe ich erst einmal „Mittag“ an einer echten Bundeswehrfeldküchenfahrzeug gemacht. Eigengewicht: 750 Kg mit einer Wohnanhängerkupplung. Die Kupplungsaufnahme an dem klapprigen 3,5 Tonner Ford Transit war so krumm. Unglaublich, was man so alles durch den TÜV bekommt. Wenn der mal zu schnell in die Kurve geht, dann sagt die Feldküche von 750 Kg: „und Tschüß“ mit samt der Anhängeraufnahme vom Triebfahrzeug. Nächstes Etappenziel: Stadt Brandenburg. Die Fahrradwege waren eine Katastrophe. Auch wenn man sich die Stadt mal richtig anschaut. Grau in Grau. Das die jungen Menschen fluchtartig das weite suchen, kann ich durchaus nachvollziehen. Ich musste mit meinem Zurrgurt die Plastikwanne unterstützen, sonst wäre der Boden herausgebrochen. Eine echt üble Stadt, in der die Zeit stehen zu scheinen scheint. Also weiter auf der Bundesstraße 1 Richtung Magdeburg. Dabei stolpere ich Ortsausgang von Stadt Brandenburg über ein Hinweisschild „Camping“. Zwar noch ein wenig Früh für die Quartiersuche, aber anschauen Kostet nichts. „Taverna Kreta“ heißt dieser Campingplatz. Im nachhinein auch so eine suggestive Mausefalle. Aber alles der Reihe nach. Von der Bundesstr. Ca 2 Km entfernt fährt man irgendwann rechts rein. Und dann geht es los. Dann brauch ihr Wohnanhänger echte „Offroad“ Eigenschaften. Wenn sie schon mit der Idee gespielt haben, ihren Wohnwagen aufzuräumen, diese Straße holt bei zu schneller Fahrweise die Sachen aus den Schränken. Die brauchen dann nur noch einsortiert werden. Bei dem Namen von der Lokal denkt man automatische: Griechische Wirtschaft, Griechische Lebenskultur. Mit Nichten. Deutsche Bewirtung und auch noch von der ganz üblen Sorte. Marke“ Suggestiver Sportdenker“. Meine Gegner. Auf meine Frage der Kosten für eine Übernachtung kam die Antwort: 36 Euro. ( 72 D-Mark) Vielen Dank für das Gespräch und den nicht getrunkenen Kaffee.
Dieser Campingplatz liegt zwar an einem See, aber nicht für den Preis.
Das Fahrrad lief wie ein „Schweizer Uhrwerk“. Einfach rund. Ich muss mich aber um meinen Kettensatz kümmern. Schaltet unsauber. Na der Dampfstrahler wird es richten. Brandenburgs Landstraßen sind verdammt Dunkel nachts. Da muss ich auch noch was dran ändern. Umrüstung auf eine 12 Volt Anlage. Das ist das tolle, ich habe die Zeit mir auch darüber Gedanken zu machen. Vorallendingen der Anhänger muss nachgerüstet werden. Schon wegen der passiven Sicherheit.
Auch die anderen Verkehrteilnehmer sind sehr Rücksichtvoll mit mir umgegangen. Und die 40 Tonner allemal. Die wissen, was vorausschauendes Fahren bedeutet.
7 Stunden 14 Minuten 52 Sekunden ist für den ersten Tag ein guter Schnitt, und ich kann nach der „Arbeit“ ruhig schlafen.
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C.K.J.P
09.04.04
Jeden Tag die selbe Prozedur. Aufwachen und ein Blick nach draußen. Feucht oder Trocken. Heute Regnet es. Hätte ich mich bei den seltsamen „Griechen“ einquartiert, dann wären 72 Euro weg gewesen. War also im nachhinein eine hervorragende Entscheidung, eine Alternativübernachtung zu suchen.Einfach zu unbeständig das Wetter. Wie heißt ein Sprichwort: Der April weiß nicht was er will. Also habe ich heute Zeit, einige Artikel zu schreiben, die mir gestern durch den Kopf gingen. Und ich kann mich um mein Zelt und Technik ( Akkus für Laptop, Handy und HI8 aufladen) kümmern. Essen fassen bei einer großen Fastfoodkette in Wollin. Ich hab noch Sparscheine. Also 2 Teile der Königsklasse mit einer Kapitalistenbrause verdrückt und dabei etwas über zwei Euro gespart. Das wichtigste für mich in meiner Situation: Kartenmaterial. Gleich nebenan eine Servicestation eines Mineralölkonzerns. Rein in den Laden, und dann die Ernüchterung. Die preiswerteste Karte schlug gleich mit 7 Euro zubuche. Natürlich nicht gekauft. Denn das Kartenmaterial bekam ich beim Essen für Lau. Auch scheint der Schuppen aus dem vollen zu schöpfen. Gleich neben der Tankstelle machen die „ Nomaden der Landstraße auf 40 Tonnen) ihre Lenkpausen oder ihre Sonntagsfahrverbote ein. Es sind die Nomaden, die Handelsketten wie eben diese Tankstelle mit ihrer Materiallieferung am Laufen halten. Auch diese Nomaden müssen sich Ernähren und Pflegen. In dem Laden kostet ein Glas Bockwürste mal Locker 6 Euro. Genau die gleichen, wie die, die man von der Handelkette der beiden Brüder bekommt. Kostenpunkt: 1,19 Euro
Das muss sich mal einer Überlegen: Der Bundesverkehrsminister führt die Mautgebühr für LKW ein, und im gleichen Atemzug werden diese Jungs auf Grund ihrer Abhängigkeit geschröpft das es knallt. Tja, Herr Bundesfinanzminister, so ein 40 Tonner parkt man nicht mal eben vor so einer Handelkette wie den A...Brüdern. Freie Marktwirtschaft..... Herr Bundesfinanzminister, statt sich für die Mautgebühr stark zu machen, sollte sie sich mal um genau so einen Wucher kümmern. Das sind für mich wirkliche Beweise ihrer 4 Jahre Tätigkeit und die Wiederwahl ist ihnen sicher. Mal ne Frage zum Schluss: Von wo werden sie den noch so bezahlt ( Beraterverträge, Ehrenvorsitzender eines Ev. wie z.B. Frau Hanna Renate Laurin vom IB-International usw.)?
Nachtag: 20:40 Uhr
Bei einem Gespräch mit der 72 jährigen Frau Spiesike stellte sich heraus, das sie den gesamten Wasserstrang der Heizung mit einem Holzkessel heizt. Thermofenster sind schon drin. Nur der Vollwärmeschutz fehlt. Sie hat einen Wärmeverlust das es knallt. Ich habe ihr den Vorschlag gemacht, die Holzscheide dick in Papier einzuwickeln, so das das Holz nur glimmt. Eigentlich die selbe Technik, wie man Holzkohle macht. Aber Vorsicht, das gibt einen sehr hohen Heizwert. So und nicht anders verstehe ich es, meine Berufserfahrung weiter zu geben. Dann ergeben auch „Sachspenden“ und der vollmundige Aufbau Ost einen Sinn. In meinem Fall ist die Sachspende: „Fachwissen“ und Berufserfahrung, die ich weitergebe. Und das als „Penner“. Vielleicht findet sich auch ein Bauleiter, der der Frau Spiesike das abgeschriebene Material für den Vollwärmeschutz und den passenden Kleber und Farbanstrich von seiner Großbaustelle bereitstellt. Das mindert die Kosten der Entsorgung, und sie tun noch etwas Gutes. Die Arbeit übernimmt dann der junge Mann der Familie.
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C.K.J.P
Tag 6
10.04.04
Start war 8,30 Uhr. Trocken und doch ziemlich kühl. Erst mal nach Wollin. Suche die Bundesstr.107. Natürlich, als wenn ich es geahnt hätte, war genau mein Quartier auf dem richtigen Weg. 12 Km umsonst. Egal!!! Mein Ziel war mindestens Halle an der Saale, dann mit dem Zug nach Jena. Außerdem musste ich mich noch mit Esswerk eindecken. Meine Wegstrecke ist ziemlich simpel absteckt. Ich habe den Ausgangspunkt und kenne mein Ziel. Wie heißt es: der direkte Weg zwischen zwei Punkten ist eine gerade. Lineal ausgegraben und einen geraden Strich zwischen diesen beiden Punkten gezogen. Der tatsächliche Weg war aber eher so wie ein Hase flüchtet: Im Zick Zack. Görzke, Wiesenburg, Zerbst, Dessau ( ist eine schöne Stadt, und hat gute Fahrradwege), Köthen bis 8 Km vor Halle. Bis man auf der Strecke auf ein Ald... oder Lid... stößt, dauerte es erst mal 50 km und es ist 12,30 Uhr. Und Brandenburgs Straßen können verdammt Hüglig sein. Ich hatte unglaublich Schaltfolgen an meiner Schaltung. Dabei fiel mir auf, dass der Ritzelsatz für den Hängerbetrieb nicht gerade der Hit ist. Das Kleinste Ritzel ist noch zu groß. Bei Km 70 sagte der Boutenzug für den Umwerfer der vorderen 3 Ritzel „und Tschüß“. Bin so 10 Km mit dem Kleinen Kranz gefahren. Habe dadurch nur 3 Gänge zur Verfügung, weil sonst die Kette wie eine Säge den Hebel beim Umwerfer zerstört hätte. Bei einer Pause habe ich die Kette auf den mittleren Kranz gelegt, und den Umwerfer mit einem Stück Holz in der richtigen Position justiert. Die Kette lief dann ruhig und sauber geführt. Auf dem halben Weg fängt der Nieselregen an. Das war keine Freude. So ab Km 80 funktionierten meine Bein wie von selbst. Der Nieselregen und dazu noch der Gegenwind. Nur gut das ich genug Magnesium dabei haben. Verhärtete Muskeln kann ich jetzt nicht gebrauchen. Auf einer Tankstelle läuft mir ein anderer Tourenfahrer Marke: 2500 Euro Rennrad!!! Der Fahrer total in Blau wie sein Fahrer. Und da die Farbe Blau für mich immer mit Kapital und Suggestion zu tun hat, bin ich bei dem Kerl verdammt vorsichtig. Und richtig, dieser Vogel entpuppte sich als Systemadministrator vom Potsdamer Platz in Berlin wo die Verwaltung eines großen Automobilherstellers aus Sindelfingen ist. Und mit diesen Leuten habe ich so meine Erfahrung gemacht. Und die waren nicht freundlich. Und 8 Km oder um 18,00 fällt mir ein Schild „Zimmervermietung“ auf. Ist zwar nach zu Früh, aber fragen kostet ja nichts. Also angefahren, ein kurzer Small Talk. 18 Euro mit Frühstück und Fernsehen auf dem Zimmer. Natürlich gleich eingezogen. Konnte leider keine Aufnahmen machen. Regen und Elektronik vertragen sich nicht. Das Ziel definiert den Weg.
144 Km in 7:58:38. Dazu noch 33 Euro für ein Wochenendticket gespart. Unter dem Strich also 15 Euro, die in meiner Brieftasche bleiben. Grins ( Blöde Bahn)
Nachtrag: Während meiner Fahrt habe ich mal auf die Motorgeräusche der überholenden Fahrzeuge geachtet. Entweder führen sie mit zu hohen Drehzahlen, also im falschen Gang oder sie überholten untertourig. Überflieger war ein Holztransporter. Der mit zu wenig Reifendruck fuhr. Die Reifen walkten. Was bedeutet, dass die Karkasse durch das Walken sich erwärmt. Im schlimmsten Fall fängt der Reifen und dann der LKW an zu Brennen an.
Ein Tipp für PKW Fahrer: Wenn sie mit Überdruck auf ihren Reifen fahren, also vorn und hinten 1 Bar mehr einfüllen, als vom Reifenhersteller angegeben. Das spart Sprit. Auf die Reifen meines Fahrrades kann ich bis 6 Bar druck einfüllen! Zurzeit fahre ich mit 4 Bar vorn und Hinten.
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C.K.J.P
Tag 7
11.04.04
Abfahrt von 06188 Brachstedt war 9.00 Uhr. Ein tolles Wetter. Blauer Himmel und fast Wolkenlos. Hätte ich gewusst, was das für eine Strecke wird. Wäre ich einen andere Route gefahren. Aber alles von Anfang an: Halle an der Saale, ein furchtbare Stadt. Und die Fahrradwege sind furchtbar. Kommt man aber nach Merseburg, tickt die Uhr plötzlich irgendwie anders. Tolle Fahrradwege, ich km mir vor wie in einer schwäbischen Kleinstadt. Bis Naumburg ging alles glatt. Aber dann: die erste Hügelkette mit einer 10% tigen langgezogenen Steigung. Und dann diese Abfahrten. Unglaublich, 10-12% und das mit einem Ungebremsten Anhänger. Die Bremsen fingen schon an zu schmieren an. Ich musste beide Bremsen abwechselnd vorne und Hinten abwechselnd betätigen, um sie nicht zu überlasten. Das war echt ein übles Gefühl. Die V-Brake haben es aber überstanden, was man von den Belägen nicht sagen kann. Ich muss den Anhänger unbedingt mit Bremsen ausrüsten. Die Strecke von Naumburg nach Jena (B87) reich an Kurven. Ein Paradies für Motorradfahrer. Und die gingen schon heftig aber mit Hirn zur Sache. Nach den Nummernschildern zu urteilen, waren es Motorradfahrer, die die Strecke kannten. Ganz so nebenbei bin ich noch bei den MC „Dragon“ zum Kaffee reingestolpert. Ziemlich harmlose Jungs mit einem eignen Klubhaus. Und da war meine Idee mit dem einspurigen Motorradhänger. Wenn man wie ich mit einem Anhänger mit zwei Laufrädern unterwegs ist, bekommt man schon ein Gefühl für das Fahrverhalten mit so einem Gespann. Nur das sich der Anhänger nicht so in die Kurve legt, wie ein Anhänger mit nur einem Laufrad. Bei diesem Prinzip kann ich mir vorstellen, das selbst bei einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit nach STVO von 80 Km/h sich die Anhänger bei einer schnellen Kurvenfahrt verhält wie eine Peitsche. Das Rad von diesem einrädigen Motorradanhänger verliert dann verdammt schnell an Haftung. Gesetz der Hebelkraft. Ich glaube, eine deutlich reduziert Hochgeschwindigkeit auf 62 Km/h wird notwendig sein. Dann ist eine Fahrt über die Autobahn noch möglich. Und das sicher. Aber das sind nur Gedanken zu einer Idee.
Da war sie nun, eine Steigung von 12%. Und das 25 km vor dem Ziel. Ich musste mein Gespann hoch schieben. Ich war zu fertig. Die letzten 12 km ging es nur noch leicht Bergauf. Also ein Quartier gesucht. Das IB – International Jena. Ein altes Ausbildungswohnheim von Karl-Zeiss Jena. Größter Arbeitgeber der Stadt, wieder. Was Lothar Spät hier erreicht hat, ist schon interessant. Und immer wenn ich in der Stadt bin, dann steig ich hier ab. Der Preis für eine Übernachtung 16,50 Euro mit Frühstück. Als Wohnsitzloser habe ich in Berlin auch in einem Übergangswohnheim vom IB gewohnt. Das war um Welten teurer. Die Miete von diesem Haus in Jena könnte ich locker von meiner Arbeitslosenhilfe bezahlen. Das heißt auch im Klartext, das das Sozialamt locker die Hälfte an den Kosten sparen würde, als in Berlin. Und bei meiner Tätigkeit als Schreiberling kann ich an jedem Ort arbeiten.
Jetzt geht es darum, neue Ziele zu setzen. Wenn das so weitergeht mit dem Schreiben, muss ich mich Gedanken um eine Ich-AG machen. Dieser Name ist zwar reichlich dämlich, ich muss mir aber anders wie meine Gegner, die meine Kreativität reichlich ausgenutzt haben, an das Gesetz halten. Und Geld verdient man nur mit einer erbrachten Arbeitsleistung, Ohne festen Wohnsitz wird das eine „Thema“, was sich lösen lässt. Ich habe ja noch 4 Monate Arbeitslosenhilfe zur Verfügung. Eine lange Zeit. Morgen ist Feiertag, und ich kann „ausschlafen“.
Ein tolles Osterfest wünscht Ihnen: christian_poeck@yahoo.de
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C.K.J.P
Tag 8
12.04.04
Möglichkeiten
„Notausgang“, die Obdachlosenzeitung in Jena. Nach meiner Recherche kommt diese Zeitung auf 87700 Memmingen in Bayern. Das mal locker 700 km von hier weg. Was macht eine Straßenzeitung aus Memmingen hier in Jena. Diese Zeitung kostet 2,50 Euro im Straßenverkauf. Ich habe das Gefühl, da lässt sich was draus machen. Wie sagte mein Redakteur Michael zu mir, manchmal muss man mit Talenten und deren Artikeln richtig hausieren gehen. Wenn ich es schaffe, das die Straßenzeitungen untereinander in Kontakt kommen und sich gegenseitig mit Artikeln auszuhelfen. Das nennt man „Bündelung der Kräfte“. Der Vorteil liegt auf beiden Seiten. Aber mit einem hier nicht ansässigen Obdachlosenblatt?
Ein Folgequartier für eine Woche ist auch schon gefunden. Ein Internetcafe zu vertretbaren Preisen auch.
Ein Campingplatz für 4 Euro die Nacht. Ich also wieder zurück und mein Zelt startklar gemacht. Das Zelt mit warmen Wasser unter der Dusche vom Schmutz des letzten Campingplatz gesäubert. Nur gut, das das IB-Zimmer so groß ist. Da konnte ich den Zeltboden zum trocknen aufhängen. Mit großer Wahrscheinlichkeit kann ich mir eine Postadresse über einen hier ansässigen Gemeinnützigen Träger bekommen. In 2 bis 3 Tagen sind die bürokratischen Hürden erledigt. Es wird mir eine Freude sein, die Jeneraner kennen zulernen. Und das schreiben aus dem „Untergrund“ hat irgendwas von einem „operativen Geschäft“.
Der Schaden an meinem Hinterrad ist doch größer als ich dachte. Ich brauch ein komplett neues Hinterrad. Ich werde wohl auf eine Hohlkammerfelge für das Hinterrad umsteigen. Die alte Felge ist einfach zu schadhaft. Sie hat schon Bremsrillen. Das Thema werden die Speichen sein. Ich könnte zwar auf Motorradspeichen umsteigen, für die gibt es TÜV-Zertifikate, aber keine in Größe 28“.
Auch muss der Anhänger verlängert werden, und eine abschließbare Kiste gebaut werden. Damit wird der Hänger flacher, und bietet weniger Luftwiderstand. Gegen diese 10 –12% Steigerung kann das auch nichts tun. Da werde ich wohl öfters schieben müssen.
Wie der „Zufall“ es so will, habe ich auf der Straße einem Mann eine Zeitung zum lesen gegeben. Die Resonanz war schon recht positiv. Ich hab ihm ein Exemplar geschenkt.
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C.K.J.P
Tag 9
13.04.04
Einzug auf dem Campingplatz. Die Platzwirtin entpuppte sich als temperamentvolle Rheinländerin. Aus Neuss, um genau zu sein. Sehr direkt und verdammt laut in ihrer Redeweise. Halt die Chefin im Ring. Ansonsten ist der Platz sauber und mit einer Attraktion: Eine alte Straßenbahn als Kantine. Nur 0,80 Cent ist doch ein bisschen heftig.
Zweiter Gang. Besuch bei der psychologischen Fakultät Jena. Und seltsamer Weise treffe ich in der Stadt haufenweise Studenten der Psychologie. Bei meinen letzten Besuchen waren diese Herrschaften so weit abgetaucht, man hätte glauben können, Jena bekommt eine U-Bahn. Ich also rein zu einer Dozentin Prof. Dr...... und mich vorgestellt. Der Verfahrensweg ist ziemlich simpel. Wenn jemand so wie ich Psychologie im Hauptstudium studieren möchte, und das ohne Allgemeine Hochschulreife, ist der erste Weg grundsätzlich über eine Dozentin mit einer Professur an der hier befindlichen Uni. Diese entscheidet dann alleine oder in einem Gremium, ob jemand wie ich „Amtsdeutsch heißt, „voll Förderungswürdig“ ist. Sie entscheidet aber auch, ob ich eine „Gasthörerschaft“ oder eine Vollematrikulation bekomme. Wahrscheinlich muss ich da noch ein zwei Klausuren mitschreiben. Na ja, aber bei guter Vorbereitung ist das für mich ein kleines Übel. Ich habe ihr die aktuelle „motz-live“ mit meinen Artikeln übergeben, nach dem ich ihr erzählt habe, das ich an meiner Hausarbeit mit dem Thema “Brainstorming und Suggestion“ sitze und in dieser Zeitung veröffentlicht wird. Meine Gefühl sagte mir, das ich bei dieser „Alten“ Professorin genau richtig war.
Der dritte Gang: Im Zelt zu Studieren und zu schreiben, nun, das ist nicht der Hit. Aber die Bibliothek müsste so wie in der „Stabbi“ in Berlin, PC-Platze haben. Rein in den Laden, und richtig. Alles da, sogar wenn nötig Anschluss ins Internet über das hauseigene Intranet. Ist nur alles ein wenig Kleiner als in Berlin. So die Hälfte. Und der studentische „Kampfcappuccino“ aus dem Automaten fehlt mir schon. Die haben zwar einen Automaten, der funktionierte nur nicht. Der wird erst um 19.00 Uhr angeschaltet. Der in der Kantine kostet 0,90 Cent und der aus dem Automaten 0,60 Cent.
Wenn ich mir die esstechnischen Kampfspuren in der Stabbi anschaue ( ich rede von „Süßwerk“, und alles was gut schmeckt), dann wären die Putzmänner und Frauen der Stabbi schon zwei mal durch. Und das vor 14.00 Uhr. Aber hier in Jena, ich weiß nicht, für meine Begriffe zu wenig lerntechnische Kampfstoffe.
Was das Bildungsmaterial in Form von Enzyklopädien angehen, ist die Auswahl an bildungstechnischen Schätzen unglaublich. Es wird Wochen dauern, bis alle Bände ( z.B. von 1789 ) für meine Hausarbeit gesichtet habe. Es wird interessant, wie die Professur für Psychologie vor 100 oder 150 Jahren mit meiner Thematik umgegangen ist bzw. mit welchen Schlussfolgerungen sie die Zusammenhänge sahen. Selbst die Menglische Gesetzgebung (Vererbungslehre, Dominanz) war zu diesem Zeitpunkt schon bekannt.
Der vierte Gang: Suche nach der Studentenzeitung. Zwei liegen zwar offen aus, aber Hochglanz mit ganz viel Werbung drin. Und nicht direkt aus Jena. Also einen Smalltalk mit irgendeinem Studie gehalten und da viel der Name: “Akrützel“. Ehrlich gesagt, der Naaaaame von dieser Zeitung. Man kann ihn wunderbar mit Grimms Märchen assoziieren. Sie wissen schon: Rapunzel, Rapunzel....... na ja die Geschichte mit den Haaren. Und da war es nun, das Redaktionsbüro. Kreatives Chaos pur. Neben Ess- Utensilien und anderem Krimskrams standen da doch tatsächlich zwei Rechner zum arbeiten. Meine Gesprächspartner sind VWL er und einer, der mehr in Richtung Romanistik studiert. Aber alle beide machten auf mich den Eindruck, das ich ihnen zu heftig bin. Zeitung machen ist heftig, und bringt mir, im Gegensatz zu den Jungs, mehr Spaß. Ob die meine Artikel veröffentlichen wollen, ich bin davon nicht so überzeugt.
Eigentlich für den ersten Tag recht viel erreicht. Ich kann schon zufrieden sein. Dafür wartet morgen der „Amtsschimmel“ auf mich. Na ja, Wat mut dat Mut.
Mann lernt aus der Vergangenheit um in der Zukunft besser zu sein. Und dabei geht es darum, die „Steine“ richtig umzudrehen und eine eventuell falsche Lehrmeinung aus den alten Bundesländern richtig zu stellen. Nicht um „Gewinner oder Verlierer“ Es geht um „Brainstorming“
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C.K.J.P
Tag 10
14.04.04
Zelt auf, und........blauer Himmel. Ein Wetter zum Sonneputzen.
Wenn, jemand wie ich in eine neue, aber bekannte Stadt kommt, gilt er aus Wohnsitzloser. Nur bin ich, wenn man es genau nimmt, kein Wohnsitzloser, den ich habe mich in Eigeninitiative auf einem Campingplatz einquartiert. Ich also los, und das Sozialamt gesucht. Es liegt genau neben der technischen Universität, (wobei ich den Studentischen Automatenkampfcappuccino im dritten Stock für 60 Cent empfehlen kann) in einem Neubau. Ich wollte mir eigentlich nur einen Termin holen, und stehe erst einmal vor einer Verschlossenen Tür mit einem Telefon. Anbei eine Namensübersicht über die Zuständigkeiten. In meinem Fall de Bereich: „Haftentlassende und Wohnsitzlose“, so wie in Berlin. Nach einem kurzen Gespräch mit der Frau Vogel bekam ich auch Einlass. Sie, die Frau Vogel sprach was von Tagegeld, bis ich ihr in kurzen Sätzen erklärte, das ich die Absicht habe, in Jena zu verweilen. Sie sprach was von Notunterkunft usw. aber das ist ja nicht so mein Ding. Auf eine Frage hin, ob die Klientel in Richtung Drogen und Suchtabhängige, zwischen drin noch ein paar Asylbewerber, bekam ich ein „Ja“ zu hören. Wie ich den Arbeitsamtvordruck 317 erwähnte, stand die Frau Vogel auf langen Leitung. Sie hatte keinen Plan.
Mein Thema ist immer noch eine „Postadresse. Mit der Absprache: Morgen Donnerstag 8.00Uhr. Dann geht’s richtig zur Sache.
Bevor die mich in dieses seltsame Heim verfrachtet, brauch ich eine „Postadresse“. In Jena drin gibt es einen Verband der „VDK“ nennt. Ein nach außen hin sichtbaren Schild soll Anzeigen, „Soziale Kompetenz“. Nun ja, nach dem die Damen aus der Rechtsabteilung endlich vom Mittag kamen, ich gleich hinterher. Mit der Frage: „Welcher soziale Träger bietet in Jena die Möglichkeit als Wohnsitzloser eine Postadresse zu geben“. Ich hatte den Eindruck, diese Frage überstieg bei weitem den Horizont von Fachwissen“. Dementsprechend war auch Antwort:“ Wir vertreten die Verbandmitglieder“. Nun, liebe Leser/innen, was soll man von dieser Aussage und der daraus resultierenden Konsequenz halten.
Jeden Tag, so hab ich es Ludwigsburg, Berlin getan, tue ich mein Blick für das wesentliche schulen: Die Menglische Gesetzgebung. In der chinesischen Philosophie wird das wie folgt beschrieben. So innen wie Aussen. Das Äußere Erscheinungsbild ist das Abbild des inneren Zustandes. Am Besten geht das mit Mädchen, Frauen und Damen. Wie die junge Dame vor mit gerader Sitzhaltung, gepflegte mit einer Harrspange wild zusammengebunden. Ca. 176 Groß und na ja „Plond“ genauer geschrieben „Straßenköterplond“. Ich kann jetzt schon sagen, da kommt keine Dumme an. Nach der Kopfhaltung zu urteilen „ Geisteswissenschaften“ oder „Sportwissenschaften“. Das Bild von Hinten erscheint mir „Rund“. Eigentlich müssten diese Studenten mich mental mitbekommen. Wieso? In Jena bin ich in de Hochburg des „Brainstorming“. Brainstorming kann man auch übersetzten als : „Die positive Sprache ohne Worte und ohne Telefon“.
Ich hab mit heute mal die örtliche Punkerszene beim Schnorren beobachtet. Einer mit einer Kutte und „Sex Pistols“ drauf. Die machten wirklich noch den Eindruck, die Wende verpennt zu haben. In Berlin würden die Jungs verhungern. Dem einen Typ hab ich den Tipp gegeben: Meide das übertriebene Blau an Kleidungsfarbe, bei dem du Schnorren willst. Das „Nein“ taucht 98% der Gefragten nach einer „Spende“ immer auf.
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C.K.J.P
Tag 11
15.04.04
Kaschieren....Plazieren
Die Nacht war im Zelt doch ziemlich kalt. Morgens raus, ich war wie Steif gefroren. Es ist 8.00 und der Ruf nach einem Kaffee wurde laut. Die Tochter der Campingplatzchefin ist schon wach, und macht einen Kaffee. Wie jeden Morgen ein kurzer Small talk. In Gedanken gehe ich schon mal meinen Tagesablauf durch. Erst Sozialamt, Arbeitsamt, Sozialamt, Bürgerbüro. Dazwischen Termine mit dem Herrn Fischer vom Pressehaus und dem Macher der Straßenzeitung. Also volles Programm. Keine Zeit zur lange Weile. Also rauf ins Sozialamt. Nach der Absprache der behördlichen Dinge, runter gefahren zum Termin mit dem Macher der Jenaer Obdachlosenzeitung. Und dann meine erste Ernüchterung. Die Gesprochenen Worte waren nicht sehr erfreulich. Dieser Macher entpuppte sich als „Suggestivvogel“, also bestätigte meinen Eindruck, den ich von dieser Zeitung hatte. Er sprach von „Ehrenamtlicher Arbeit“ und das das Blatt kein Geld für Artikel hat. Ich versuchte ihm zu erklären, das dieses Projekt etwas mit „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu tun hat, über Signalwirkung und dem daraus resultierenden Nachahmungseffekt. Das ein solche Projekt von einzelnen „Betroffenen“ auch etwas mit Kosten zu tun hat. Essen, Campingplätze.... alles kostet Geld. Da hätte man auch eine Schranktür aufmachen können, und zubrüllen. Es war Sinnlos. Also Raus aus dem Laden. Zu mindestens habe ich eine Postadresse bekommen. Draußen grinsen mich zwei Fahrzeuge (Neue Modelle) aus Sindelfingen und Wolfsburg an. Kein Geld ,hä. Bei der Vorzimmerdame ein Exemplar zum Durchlesen dagelassen.
Weiter im Text: Arbeitsamt: Arbeitslos gemeldet bzw. Umgemeldet. Ging Reibungslos. Habe nun Zeit bis Mittwoch, um eine Ummeldung vorzulegen. Das müsste eigentlich machbar sein. Wieder zum Sozialamt. Meine Aufnahme ins ein Notquartier geht erst, wenn ich in Berlin abgemeldet bin. Ich muss mich offiziell Obdachlos melden. Nächster Haltepunkt: Bürgerbüro. Es ist wie verhext. Eine offizielle Obdachlosigkeitsmeldung geht erst, wenn eine Abmeldung aus Berlin vorliegt.
Jetzt der Termin mit der örtlichen Pressehaus. Herr Fischer war nicht im Haus. Ein anderer Redakteur übernahm das Gespräch. Auch dieser Fuzzi eine „Blaumeise“. Die Frage, wie dieser Typ seine Artikel schreibt, bleibt mir verborgen. Auch war keine Chemie so wie beim H. Fischer da. Nichts. Nach der kurzen Sichtung meines Artikels murmelte er etwas von: Passt nicht in unser Blatt und noch so einige andere Sachen, die mich nicht gerade Motivierten. Auch auf meinen Argumentationen, wie wichtig das Thema zu diesem Projekt ist, verhallte ungehört. So unter dem Motto: „Ein schlimmes Thema, wir wissen darüber, machen aber die Vogel Strauß Technik: „Kopf in den Sand“. So ein Ignorant.
Pause
Diese ganze Geschichte mit den Redaktionen ärgerte mich gewaltig. Ich bin überzeugt: MOTZ-LIFE ist besser, wie diese „Zettelqueler“. Und meine Idee ist geboren. Ich verkaufe unsere Zeitung in Jena. Marketingtechnisch nenne ich das einfach „Fischen“ gehen. Ich musste ja noch mein Exemplar von „MOTZ-LIFE“ abholen, und wieder rein in den Schuppen. Diesmal war der v.i.s.p da. Es wusste schon von dem „Debakel“ von Gespräch mit dem „H. Hennig“. Dieser Mann ist ein Beispiel dafür, was passiert, wenn man sich zu viel einbildet. Er versuchte, mir die Ängste, die diesem Mann plagen ( Tenor: er hat vor seiner eignen Konkurrenz des besser Schreibens“ ins Feld zu führen). Es funktionierte auch. Ich sagt ihm meine „Idee“, die „MOTZ-LIFE“ in Jena Probehalber zu verkaufen. Ende vom Lied:“ Ich bin jetzt probehalber Verkäufer von diesem Blatt: Nur um den „Markt Jena“ besser einschätzen zu können. Das zweite Ergebnis, ich kann in den Redaktionsräumen schreiben und die Artikel über Internet versenden
Es sollen ja angeblich bis zu 1500 Zeitungen von ehemaligen Verkäufern verkauft worden sein. Das sind bei 30 Arbeitstagen 50 Zeitungen. Aufgeilt auf 8 Stunden =6,25 Zeitungen. Das wären 60 Euro am Tag Umsatz!!!! Und das in einer Stadt von 100000 Einwohnern, die Studenten mitgerechnet. Eine, für mich doch sehr fragwürdige Verkaufsgröße. Zudem möchte ich ja noch Studieren, und Artikel schreiben. Deswegen mach ich das ja alles. Na ja, und der Spaßfaktor muss ja auch dabei sein.
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C.K.J.P
Tag 12
16.04.04
In meinem Studium ist es immer eine Gradwanderung zwischen dem direkten Erzählen, der Verbalkommunikation, und dem Erzählen durch die Blume. Auf die „Intonation“ also dem Gebrauch der Stimme kommt es an, damit Persönlichkeiten wie die Campingplatzchefin ,das erzählte von mir versteht.
Und jetzt kann ich das erlernte vom „Musikinstrumentenbau“ umsetzen.Psychologie kann auch angreifend auf die Persönlichkeit des Gesprächsteilnehmerin wirken, ja direkt beleidigend. Meine Technik mit der Intonation beruht darauf, bei dieser harten äußeren Persönlichkeit, auf die kreative, sensible Persönlichkeit positiv einzuwirken. Diese Persönlichkeit ist eigentlich eine völlig selbständig arbeitende Person, die aufgrund von persönlichen Fehlern abgestumpft ist. Sie ist verkümmert, wie es auch mit Wissen passieren kann. Nur durch ständiges Wiederholen der einzelnen Lexionen bleibt das Wissen für die innere und äußere Persönlichkeit erhalten, und beide bilden eine Einheit. Im chinesischen kann man das auch Yin und Yan bezeichnen.
So ist es auch bei der Campingplatzchefin. Mutter von 5 Kindern. Die Chefin im Ring. Sehr direkt und sehr ehrlich mit ihrer Familie. Die Tränen, die sie in die Augen bekam, waren die Anzeichen dafür, das das erzählte von mir beide verstanden. Jetzt ist es unbedingt notwendig, diesem Mädchen die Zeit zu geben, das Wissen über sich zu verarbeiten und für sich Schlussfolgerungen zu suchen und vielleicht zu finden. Mache ich das nicht, kann sich das ganze in Negative, also in Aggressionen verändern. Und Aggressionen hat mit Angst zu tun und waren schon immer miese Lehrmeister.
Und das finde ich das positive an meiner Technik, ich raucht auf meine „Junge“ nicht aufzupassen. Die Psychologie mit Schwerpunkt „Geisteswissenschaften“ muss auf ihre, in dem Fall „Gegner“ aufpassen.
So, es ist 12.30 Uhr, es wird Zeit, den Zeitungsmarkt zu erforschen. Bin gespannt, wie lange ich mit meinen 10 Exemplaren stehe.
16.00 Uhr schicht im Schacht. Als guter Kaufmann hat man immer seinen Kontostand im Auge. Verkaufte Exemplare 8. Übertrag für Morgen 2 Zeitungen, 9,60 Euro Umsatz, 7,20 Euro Spenden macht 16,80 Euro.
Für den ersten Tag kann ich zufrieden sein. Wenn mir um Geld ginge, wäre die Geschichte abgehakt.
Es geht mit um die Menschen, die bei mir kauften. Da waren eine pensionierte Lehrerin für Chemie und Physik, eine Messemanagerin, eine Kauffrau, ein Mann, und eine Frau kurz hintereinander, die ich nicht mehr fragen konnte, was sie von Beruf sind.
Und dann für mich das Größte: Eine Mutter mit ihrer Tochter Romy. Die Mutter kaufte die Zeitung, aber irgendwie stolperte ich über die Tochter. Ca 1.70 groß und unheimlich Ruhig. Sie wirkte sehr erwachsen. Sie war 16 Jahre alt und ging mental voll auf mich los. Selbst die Mutter war erstaunt. Ich fragte sie, was sie Studiert, was sie noch nicht tat. Sie wollte etwas in Kindergärtnerin machen. Ihr Hobby ist das Zeichnen. Ich hatte einen unglaublichen Draht zu dieser ja doch noch sehr jungen Persönlichkeit. Und sie war es auch, worum es mir geht. Solche Persönlichkeiten mit meiner Arbeit zu unterstützen und sie zu motivieren, etwas in ihrer Kreativität zu tun. Denn nur durch das „Tun“ in Eigeninitiative lernt Mann/Frau.
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C.K.J.P
Tag 13
17.04.05
Gute Tage .... Schlechte Tage.
10.00 Uhr. Wieder ein tolles Wetter. Und dann die Überraschung. Heute ist Trödelmarkt in der Innenstadt von Jena. Und da wo Trödelmarkt ist, kostet ein „Stand“ Geld. An der Stelle mit dem Aschenbecher steht schon jemand. Und da ist er: der knallharte Zeitungsverkäufer. Er stand da wie eine „Salzsäule“. Das wahrscheinliche Ende vom Lied war: Es kostet 23 Euro pro „Standplatz“. Zahlen oder gehen. Nun ja, beim Trödelmarkt gelten andere Gesetze. Für mich ein Tag zum Experimentieren. Man nehme sein Fahrrad mit samt Packtaschen, und funktioniert dieses Kunstwerk an Technik zu einem Zeitungsstand um. Vorne so zwischen den Bautenzügen gut sichtbar eingeschoben eine Ausgabe, auf den Packtaschen eine Ausgabe hochkant gestellt, und ich lümmelte mich irgendwie auf mein Fahrrad. Bevor ich das „rumlümmeln“ begann zückte ich noch langsam meine „Hi8“ Kamera und nahm die ganze „Szenerie“ auf. Ein voller 180 Grad Schwenk
Die anderen Standbesitzer die Zeit hatten, mich bei meinem Handeln zu beobachteten, muss eine Welt zusammengebrochen sein. Ein „Penner“ von Zeitungsverkäufer und dazu noch ein neues Gesicht, der einen Zeitungstand improvisierte, bewaffnet mit einer Hi8-Kamera!! Eine konservative Welt bricht zusammen. Man hat ja schließlich eine Erwartungshaltung was das Image von „Straßenverkäufern“ angeht.
Es wird aber noch besser, liebe Leser/innen, statt sich auch hinzustellen wie eine „Salzsäule“, zückt dieser„Typ“ eine A5-Ringhefter und schreibt. Zerrt eine andere „Straßenzeitung“ heraus, und positioniert eine „motz-life“ gut sichtbar nach hinten, auf den Packtaschen. Globale Verwirrung. Ergebnis: 0 verkaufte Zeitungen in 1,5 Stunden und eine verwirrte Händlerschaft. Und um das „Bild“ abzurunden, heuchelt man noch die „Unschuld vom Lande“, und zwar gekonnt. Damit sich das doch noch gelohnt hat, habe ich einfach eine nette, Pädagogin, die mir über den Weg schlappte, gebeten, sich meinen Artikel durchzulesen. Es entwickelte sich ein tolles Gespräch, was für mich in dem Fall wichtiger war.
12.00 Uhr: Gewerkschaftlich verordnete Mittagspause. Und natürlich, den „Studentischen Kampfcappuccino“!!!! Muss sein.
14.00 Uhr: Runde 2
Das Fahrrad an der Bibliothek geparkt und die Packtaschen wegschlossen. Nur bewaffnet mit dem Ausweis und den Zeitungen wieder an dieselbe Stelle. Noch mehr Verwirrung. Ich steh kaum 20 Min. und der einzige „Kaufakt“ des heutigen Tages ist vollzogen. Physikstudent kurz vor dem Abschluss. 1,20 Tagesumsatz. Ich bin ein „Genie“.
Runde 3. Die Zeitung offen tragen und mit sichtbaren Ausweis über den Markt gelatscht. Nur um zu provozieren. Reaktion der Marktaufsicht: Keine.
15.00 Uhr: Feierabend und die Gewissheit, das sich der eine oder andere Markthändler Gedanken über diese ganze „Show Straßenverkäufer oder Obdachloser “ macht. Zurück zur Bibliothek, und noch ein fast volles Tabakpäckchen gefunden. Rauchwerk für das Wochenende gesichert.
Fazit: Was man für ein „Produkt“ anbietet ist vollkommen egal, es sollte „Spaß“ machen und man hat die Zeit, zu experimentieren. Und wenn es nur darum geht, zu verwirren oder zu provozieren.
Denn nur wer Spaß am lernen und experimentieren hat, kommt auch weiter....... in diesem Sinne
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C.K.J.P
Tag 14
18.04.05
In einer Kleinstadt wie Jena, in dem Mann/Frau sich vom sehen kennt, fällt es schon auf, wenn jemand vor einem Schaufenster bewaffnet mit einem Fahrrad und Anhänger sitz und schreibt, und nebenher versucht, eine „Zeitung an den Mann zu bringen. Äußere sichtbare Zeichen sind zum Beispiel die Frequentierung, also Streifenfahrten der Ordnungshüter in Grün. Zwischen 11.00 Uhr und 12.00 Uhr fuhren 10 Wagen, zwischen 12.00 und 13.00 Uhr 5 Wagen und zwischen 14.00 und 15.00 Uhr genau 3 Wagen in Grün.
Da ich äußerlich als Zeitungsverkäufer erkennbar bin, werden die Herren in Grün schon mit der zuständigen Person des „Verlages“ gesprochen haben, sonst wären sie schon hier gewesen. Als Zeitungsverkäufer bekommt viel mit, was so um einen herum passiert. Hinter jeder Frau und jedem Mann, der an mir vorbeigeht, steht eine Geschichte. Jede Person, egal welchen Alters, kann durch dieses „Soziale Raster“ fallen. Und alle stehen in irgendeiner Abhängigkeit von irgendjemand. Es sind manchmal auch Entscheidungen, z.B. einen kleinen Geldbetrag zu sparen. Die Auswirkungen sind Katastrophal. Sie wird vieles Verändern, für denjenigen den es betrifft, Vorallendingen für denjenigen, den es betrifft.
Ich sitze genau gegenüber einer Bank. Menschen gehen hinein, um Geld aus dem Automaten zu bekommen. Fatal wird es, wenn die Kreditkarte im Automaten bleibt, und auf dem Terminal der Text erscheint“ Karte defekt, bitte wenden sie sich an ihren Kundenberater“. Ich sage immer dazu: „Die Bank möchte Hof halten“. Für den Kunden eine völlig neue Situation, aber auch eine Katastrophe. Soll satt Haben auf dem Konto.
Ich möchte nicht wissen, wie viel schulden Jugendliche mit ihren Handys machen. Wer sich in jungen Jahren so hoch verschuldet, nur um mit seinen „Kumpel´s“ mitzuhalten. Die Auswirkungen dieser Geschäftspraktiken einzelner Mobilfunkunternehmen kommen erst in einigen Jahren. Eben dann, wenn ein junger Mann oder Frau ein Unternehmen gründen möchte und Arbeitsplätze schaffen, es aber nicht kann, weil die „Schufaeintragung“ über die Nichtgezahlte Handyrechnung immer noch in den Akten ist. Vielleicht neue Kunden für das „Soziale Raster“?
Es sind halt nur so Gedanken die man aufschreibt, während man auf seinen ersten Kunden wartet.
13.00 Uhr: Ein Straßenkünstler betritt neben mir die Bühne. Theologiestudent kurz vor dem Abschluss. Er zieht Vorallendingen Mütter mit ihren Kindern an. Sie sind von seinen schnellen Jongliertricks begeistert.
14.30 Uhr: Der Kleinkünstler geht mit reicher Beute. Ich gab ihm noch eine Magnesiumtablette mit auf den Weg. Die braucht er auch.
14.53 Uhr: Aber dann; mein erster Kunde. Der Hausmeister von der Schilleruni. Na, da geht doch was.
15 – 16.00 Uhr. 2 Stück. Zwei Freundinnen auf Stadtbummel. Soziologiestudentin.
Immerhin: Umsatz 5,70 Euro. Die Tagesmiete für den Campingplatz war gesichert. Und das für einen Sonntag, wo ich vier Stunden nur an meinem fahrbaren Büro gesessen hab, die Leute beobachtet und mich als Zeitungsverkäufer nebenbei betätigte.
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C.K.J.P
Tag 15
19.04.05
„Ab den Bollern“
Eine Technik des Suggerierens ist das Benutzen des sozialen Bodensatzes „Straßenverkäufer“ als Daseinsberechtigung oder auch zum Suggerieren eines Sicherheitsbedürfnisses.
In Jena gibt es eine Einkaufspassage, die Goethegallerie. Ein großer Bau mit viel Glas genau an der Schillerstraße. Wie er „Zufall“ so will, habe ich mich heute auf die Suche nach den linken Vögeln gemacht. Also diese Art von Zeitgenossen, die beide Kommunikationswege benutzen, also die der Konsumenten, die eben diese Einkaufspassage besuchen, und den Kreativen, die ich auch manchmal meine „Denksportler“ nenne, weil sie ich Mental besser unterhalten können. Dabei ist ihre Artikulation zum Teil nur Tarnung. Man macht sich ja nicht Lächerlich (also ohne Sprache, nur mit Kraft der Gedanken). Ein Zitat heißt, „Gedanken sind Kräfte“. Ich selber benutze nur die reine Kommunikation mit meiner Stimme, bin mir aber bewusst, das dieses „Studentische Brainstorming“ funktioniert. Hier findet eine eigene Dynamik statt. Und das Bewusst. Und falls dieser „Querschläger“ diesen Artikel durchließt, selbst unter Zeitungsverkäufern spricht sich das „Sicherheitsverhalten“ einer Goethepassage schnell im Brainstorming herum.
Ich mich also vor der Goethegallerie postiert und so gearbeitet, das ich niemanden belästige, sondern das Kaufinteresse nur anhand der „Zeitungsaufmachung“ für sich sprechen lasse. Nach 20 Min mein erster heutige Kunde, ein Sachse. Ich beobachte die Leute gerne, die an mir vorbeilaufen. Und dann kam er, der Brecher, der Intelligenzhirte, einer der Art von Homo Erektus, der sein Gehirn zwischen den Beinen trägt. Es säuselte etwas von, das der Straßenverkauf „ab dem Boller“ nicht gestattet sei. Ich erwiderte, wo das stehe. Er zeigte mir ein Schild, dessen Inhaltes des Verbotes doch sehr allgemein gehalten ist. Das, meine liebe Leser/innen war ein klar ausgesprochenes Hausverbot. Ich sagte ihm, das dieser Passage 1000 Euro Kaufkraft durch mich entgangen sind. Das war ihm Egal.
Wie meine ich das: Stellen sie sich einfach mal vor, und das ist wieder mein Was-wäre-wenn-Spiel, diese Zeitung ist eine Einkaufstüte, wo dick und Fett Werbung aufgedruckt ist. Nicht jeder Kunde der Passage der fährt nach Jena, um genau diese Passage zu besuchen, nein, sie gehen einkaufen in anderen Läden. Und diese „Fremdwerbung“ ist genau genommen das gleiche wie eine Zeitung. Eine Information, die nicht aus dieser Passage stammt. Das bedeutet also, das dieser seltsame Sicherheitsmann, mit dem Gehirn zwischen den Beinen, jeden des Platzes verweisen muss, der an Kleidungen, Sporttaschen, also allem was mit einem sichtbaren Logo versehen ist. Dieser Eierdieb hätte für einen kurzen Zeitraum einen Job, dann wäre die Passage pleite und der Sicherheitsmann wäre wieder der Bodensatz der Gesellschaft, nämlich “Arbeitslos“.
Spielen wir diesen Gedankengang zu Ende. Sagen wir mal 1000 Straßenverkäufer arbeiten mit der selben Technik wie ich. Rechnen sie es mal hoch: da sind den Betreibern Umsätze für ein Jahr in Höhe von 1 Million Euro durch die Lappen gegangen. Rein theoretisch. Und nun, ist diese Passage rein theoretisch 1 Million Euro näher an der Pleite. Sie merken also, Suggestion ist nicht nur Zeitgebunden, sondern die Betreiber sehen nur den kurzfristigen Erfolg. Und von Marketing kann in dieser Passage keine rede sein. Wäre davon die Rede, dann wäre dieser „Schnitzer“ nicht passiert.
Ich mich also genau vor die Boller postiert, und mein zweiter Kunde kam, ein Mathematikstudent. Drückt mir drei Euro in die Hand und verschwand mit der Zeitung.
16.00 Uhr. Zeitungsbestand 6. Nach dem ich meine Handschriftlichen Artikel in den Rechner gestopft habe, wieder los. Erster Halt, ein namhaftes Kaufhaus in der Stadt. Und da waren sie, meine „Blauen Indianer“ nenn ich sie immer. Machen Musik mit Beschallung. Die da wären, Mikros, 500 Watt Box und einen Kasten mit eigner Musik. Sie spielen Teilplayback, was bedeutet, die eigentliche Instrumentalmusik kommt von Tape oder CD, und Jungs traktieren dann die Ohren der Zuhörer mit den Panflöten. Hört sich zwar gut an, wenn der „Solist“ aber den abspann verpasst, hört sich die „Panflöte“ an, als wenn jemand auf eine Katze tritt. Furchtbar ehrlich.
Also neuen Platz gesucht. Genau gegenüber der Goethe-Passage an einer Werbesäule. Innerhalb von 2 Stunden ausverkauft. Was da alles dabei war: 1 Pädagogikstudentin mit dem Hang zu Italienischen Lebensart, eine Maschinenbauingenieurin für Gießteile in der Fototechnik ( nicht für Zeiss ), und ein 4 Jähriges Mädchen mit der Omi, die mir mit stolz das Alphabet fehlerfrei vorgesungen hat. War echt der Hit. Sie hat mir bei dem „Tschüß“ versprochen, fleißig weiter zu lernen. Und dieses Leuchten in ihren Augen. Ja, ich will mich ja nicht beweihräuchern, aber da hab ich wieder sau gute Arbeit geleistet. Und sie macht Spaß.
Morgen werd ich mir wieder Exemplare holen, aber erst wenn die mir sagen, wann die neue „Ausgabe“ rauskommt. Denn wer will schon die Nachrichten vor drei Monaten lesen, nur weil ich den Ausgabetermin im April „verpennt“ hat.
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C.K.J.P
Nachtrag: Und einen Namen einer Straßenzeitung in Leipzig bekommen. Mal schauen, was sich daraus ergibt.
Tag 16
20.04.04
„Zäh“
Eigentlich ein recht guter Tag. Morgens, nach dem Kaffee erst einmal meine „Warenbestand“ aufgefüllt. Auf dem Weg noch am Arbeitsamt vorbei, und nach meiner Mailbox geschaut. 0 Mitteilungen. Weiter in den seltsamen Verlag. 8 Exemplare mitgenommen. Der „Mitarbeiter“ konnte mir nicht sagen, wann die Neue Ausgabe erscheint. Seine Antworten waren doch sehr wage. Irgendwie hatte ich wieder mal den richtigen Riecher mit den 8 Stück. Seit 11.00 Uhr mit zwei Stunden Unterbrechung an einem und den selben Ort gestanden. 20.00 Uhr war dann Schicht im Schacht. Feierabend. Und das geht in die Beine. Meine Schuhe sind nicht mehr die Besten. Man bekommt allerhand mit. Z.B. die Kurvenfahrten der Busfahrer im Linienverkehr. Die Jungs bieten genau an meinem Standort ab. Und geht es schon los. Fahrer, die tagelang auf den Gelenkbussen herumgeturnt sind, und jetzt auf den einfachen Niederflurbussen fahren, nehmen einen Radius, einen Schwung beim einbiegen, die brauchen fast die ganze Straße. Die alten Hasen, nun ja, die fahren um die Kurve. Egal was sie unterm Arsch haben. Hauptsache, das Ding hat´n Lenkrad. Für die Jungs kleine Fische. Die einzige Frau als Fahrerin, die ich gesehen habe, hatte auch ein Händchen dafür. Nur einer, knutschte mit seinem Gelenkbus die Bordsteinkante. Arme Karkasse.
Eine Hausdurchfahrt, die genau einen Hochfrequentierten Fußgängerüberweg ist auch so ein Unding. Diese Stelle ist zwar mit einer Ampel für die Fußgänger versehen. Manche Rennen wie echte Träumer durch die Gegend. Zwei Spiegel montiert, damit der Straßenfahrer seine „Aspiranten“ im Blick hat wäre von Vorteil. Wäre eine echte „Präventive (Vorbeugende) Maßnahme“.
Der „Schwede“ macht immer bis 19.00 Uhr ich auch. Einfach viel zu „Zäh“ heute. Mit drei Stück gehe ich in den nächsten Tag. Schicht im Schacht.
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C.K.J.P
Tag 17
21.04.04
Der selbe Trott. Zeitungsbestand auffüllen. Und immer wenn ich diesen „Verlag“ reinkomme, ärgert der mich mehr. Na ja, meine Strategie ist klar. Kontinuität und eine Übersicht über meinen Arbeitsmarkt „Jena“ sammeln. Auf der Fahrt zu meinem Standort, plan für den heutigen Tag machen. Ich muss meine Statistik im Rechner vereinfachen. Gewinn und Verlust Rechnung. Das muss ich unbedingt im Auge behalten. Bevor ich zu verkaufen beginne ein Gang zum Finanzamt. Eine nette Sachbearbeiterin gibt mir bereitwillig Auskunft. Und jetzt fällt eine Summe: 17500 Euro Umsatzsteuerfrei ist die Obergrenze nach dem Steuerrecht. Aber, jede nicht selbständige Arbeit ist sofort anzumelden. Aber wie soll man ein Gewerbe anmelden, wenn kein fester Wohnsitz vorhanden. Eigentlich ist es so, das jeder Wohnsitzlose, der auf der Straße Zeitungen verkauft mit dem ersten „Kaufakt“ kriminell. Und wiederholte Steuervergehen werden hart bestraft. Vater Graf, der Vater von Steffi Graf kann davon ein Lied singen. Naja, wird ja schon ein Grund haben, wieso er so einen „Einlauf gesiebter Luft“ bekommen hat. Raus aus der Brutstätte des Bösen. Der Straßenverkauf wartet. Nach dem „Studentischen Kampfcapuccino“.
Ich stehe nicht ganz 10 Min und die erste Zeitung ist weg. Heute waren darunter: eine werdende Mutter, eine Steuerfachgehilfin, die sich noch Gedanken um den Namen des Jungen macht. Ein Name fiel „Hurschke“!!!! Nun, wie man als Frau auf den Namen kommt? Kreativität trägt doch manchmal sehr eigenartige Früchte. Ich Unterhalte mich gerne mit meinen Kunden, die in der Mehrzahl Kundinnen sind. Ich hoffe, Sandra 27, die werdende Mutter überdenkt noch den Namen. Ich hatte heute 6 Ausgaben zur Verfügung. Wer kam da noch so: eine Geologin, ein Mann mit seinem Sohn, der mir doch sehr „angebunden“ schien. Und eine andere Mutter, mit ihrem 12 Wochen alten Mädchen, die, wie sie sagte, etwas zum lesen brauchte. Auch der Kundin konnte „geholfen“ werden.
Noch ein wichtiger Termin stand an. Mit der Psychologiedozentin um 12.00 Uhr. Pünktlich wie ein Maurer steh ich auf der Matte. Höflich angeklopft, Frau Professorin glänzt mit Anwesenheit. Wie sie mich sah, kam der Spruch: Ich habe keine Sprechstunde und keine Zeit. Und außerdem seit sie Gesundheitlich angegriffen. Letzte Woche offene Türen bei ihr eingerannt, und dann dieser Versuch des „Abtauchens“!! Auf meiner Stirn machte sich ein Fragezeichen breit. Die Technik kommt mir doch irgendwie bekannt vor. Sie murmelte etwas davon, das Exmatrikulationsbüro zu besuchen, und etwas über Gasthörerschaft in Erfahrung zu bringen. Richtung Entwicklungspsychologie. Bevor ich gegangen bin, fragte ich sie, ob ich ihr meine Hausarbeit zu Bewertung vorlegen kann, wies gleich darauf hin, das meine Abhandlung doch sehr den üblichen Rahmen sprengen würde. Nun ja, „schauen wir mal“ bekam ich zur Antwort. Denn kenn ich eigentlich nur von Pädagogen. Damit wollen die sich meistens nicht festlegen. Typisch für die Geisteswissenschaftler. Ich gab ihr den Rat, doch mehr „Magnesium“ zu sich zu nehmen. Wäre die Frage gekommen, wie viel, hätte ich gesagt: “Bade drin“ .Tür auf, Tür zu, und da stand eine Studentin, die zu eben jeder Dozentin wollte. Sie fragte mich, ob sie zu sprechen sei. Ich sagte ihr nur: Die ist heute so „LA LA“,“ was bedeutet, „voll durch den Wind“. Sie: Na, dann komm geh ich nächste Woche vorbei
Enttäuscht war ich eigentlich nicht. Ich hatte nur das „Gefühl“, das die Professorin gekniffen hat.
Gasthörerschaft hin oder her: ich bin überzeugt, meine Strategie und den verbundenen Training ist das bessere „Studium“!!!! Es ist jedenfalls besser, als sich „Vollmüllen“ zu lassen.
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C.K.J.P
Tag 18
22.04.04
Eine Straßenzeitung die drei Monate alt ist, bedarf gewisser Praktiken in der Verkaufstechnik, die auf der einen Seite nicht beleidigend oder nötigend wirkt. Und was das wichtigste ist, beim Verkauf muss der Kunde immer König sein. Ich sag immer dazu, „Balsam für die Seele“. Ich also wieder in den Verlag, und nicht 3,8 oder 10 Zeitungen geholt. Genau 33 Stück auf Kommission. Und da kommt doch der „Macher“ der Zeitung auf mich zu, und bietet mir das „Du“ an. So ein „Querschläger“. Jetzt brauch ich bis Mittwoch, wo die neue Ausgabe rauskommt, da nicht mehr hin.
Ich zu meinem „Standplatz“. Und da Stand sie. Bewaffnung: „Sammelbüchse“ für eine gemeinnützige Organisation. „Na du kommst mir ja grade recht. Ich also langsam die „Fahne“ als Straßenverkäufer hochgefahren. Ausweiß angesteckt und Zeitung in die Hand. Diese Grazie war hartnäckig. Wie in meinem Studium gelernt, sind Frauen empfänglicher für Suggestivwerbung. Ich also in eine Halterung für junge Straßenbäume noch mehr Exemplare in Augenhöhe gesteckt. Und die Nummer zeigt Wirkung. Nach exakt 35 Min harter Frauenpower ging sie. Und tobte für drei. Suggestiv versteht sich. Der „Lange“ ist mal wieder als „Sieger“ aus dem Ring gegangen. Man sieht viel. Ich hab da so ein kleines Männchen, das sich meldet, wenn irgendwas nicht sauber abläuft. Der haut dann wie ein irrer auf mein Hinterkopf. So auch diesem Fall. Ein blauer Opel-Caravan altes Modell bleibt bei einer grünen Ampel stehen, ein BMW – Fahrer kommt von hinten, sieht es zu spät und muss mit einem Schlenker ausweichen. Dabei muss er ihn leicht touchiert haben. Die beiden also recht auf den Bürgersteig. Der junge Mann stand unter leichtem Schock, ein Ausnahmezustand in der menschlichen Psyche. Eine kurze Begutachtung des „Schadens“, und die beiden wurden sich mit „50 Euro“ handelseinig. Mein Gefühl sagte mir, mit dem Opelfahrer ist was nicht im lot. Die Kiste ist keine 50 Euro wert. Ich mir also die Autonummer notiert.
Wie der Zufall so will, schlappen mir bei meiner Cappuccinopause zwei Herren in Grün über den Weg. Ich den das gesagt, was sich die Herren auch notiert haben. Könnte ja sein, das diese Blaumeise von Opelfahrer seinem Gegner noch eine Anmalen will wegen Fahrerflucht. Da läuft der Typ aber kräftig in aus. Der gesamte Verkaufstag lief echt zäh. In 6 Stunden 4 Zeitungen, und das von morgens 11.00 bis 20.15 Uhr. Andere haben weniger gemacht. Und da waren es nur noch 29 Zeitungen.
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C.K.J.P
Tag 19
23.04.04
Jeden Tag aufs neue, den Straßenkampf im Zeitungsverkauf. Eigentlich müsste man jeden Tag sich eine „Headline“ setzen und nur auf diese Kunden, die aber mehr „Opfer“ dieser Zeitung sind. Na ja, meine Meinung über diese Zeitung hab ich ja nu reichlich Kund getan. Heute bin ich mal unter die Frühaufsteher gegangen. Und ich habe sie Angesprochen. Irgendwie findet man immer einen Aufhänger. Nach meinem „Studentischen Kampfcapuccino“ stand ich also um 8.00 auf meinem „Vertriebsgelände“ Litwassäule. Und nun der Hit: Innerhalb einer halben Stunde dieselbe Anzahl verkauft, wie in 6 Stunden gestern, wobei ich abends den Hauptumsatz machte. Und einer meiner „Kunden“ war der „Watschelkönig“, 22 Monate und latschte mampfender Weise auf mich zu. ( In meiner Psychologie sind es diese Watschelkönig-innen, wo ich weiß, das da keine Dummen ankommen) Er und ich redeten so über die „Thematiken“ der Frauenwelt, nur das Thema war, mit dem Sprechen hatte er noch so sein Thema. Vater, der begeistert über das Verhalten seines Sohnes, das Portemoné zog, bestand doch tatsächlich auf den Kauf einer Zeitung. War irgendwie nicht mein Gedanke, aber warum den nicht. Der „Stammhalter“ musste mir versprechen, sich mehr mit den Ingenieurswissenschaften auseinander zusetzen. So Maschinenbau. Er fand mein Fahrrad so Toll. Ansonsten fing es kurz danach an zu regnen. Die Beruhigung, die Miete Sonntag ist gesichert, sowie das damit verbundenen Esswerk. Ich hatte wieder mal Zeit, mich meiner Hausarbeit zu widmen. Ich suchte und fand eine Definition für das „Brainstorming“ in einem vorhandenen Lehrbuch für Psychologie. Diese war doch Umfangreich. Das Buch geschnappt, und begonnen, den Text mit meinen Kommentaren in den Rechner zu stopfen. Nach 5413 Buchstaben haben fertig, andere Baustelle. Ach so ich vergaß, ich hab mich dann mal so nach einer Wohnung oder Zimmer bei eine Zimmervermietung vorgefragt. So zum 1.5. Montag bekomm ich dann „Bescheid“.
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C.K.J.P
Tag 20
24.04.04
Seit Tagen sitzt mir die Campingplatzchefin wegen ihrer „Sintisprache“ der Zigeuner in den Ohren. Glücklicher weise hat sie die Buchnummer aus Bücherei gefunden. Das ganze Ding für 2,70 Euro kopiert. Im kleinen fängt meistens das Selbststudium an. Aber wo es aufhört, ist eine ganz andere Frage. Man sieht es an mir.
Gesicherte Strategien, wie ich diese Zeitung an den Mann oder Frau bringen kann, gibt es nicht. Beweglichkeit in der Sprache bzw. im täglichen Erscheinungsbild ist wichtig. Es macht die Umgebung wach, bringt zudem noch mehr Farbe ins Geschäft. Weil, das Layout lässt sich nicht einfach ändern. So, und nun werd ich loseiern, und die Beiträge zum Verlag mailen. 16.00 Uhr, alle Beiträge sind weg. Genug Futter für die nächsten Ausgaben. Zeit, für einen neuen Zeitungsverkauf. Stehe vielleicht 20 Min. und die 5 Zeitung wechselt den Besitzer. Genug für heute, man will ja seinen zukünftigen Kunden mit dieser alten Zeitung nicht auf den Geist gehen. Ab dem nächsten Markttag in Jena bekommt dieses Blatt Konkurrenz. Und wenn ich sie mit dem Fahrrad und Anhänger holen muss. Konkurrenz belebt das Geschäft, und die seltsamen Zeitungsleute müssen richtig Gas geben. Und was noch besser ist, unser Blatt erscheint 14 tägig. Dann bekommt das „Fischen gehen“ eine völlig neue Bedeutung .
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C.K.J.P
Tag 21
25.04.04
Mit einer verkauften Zeitung. Bei meiner Sightseeingtour durch Jena auf ein Footballspiel gestoßen. Bei Lieder wie „Fox on the run“ von den „Sweet“ aus den frühen Siebzigern ganz schnell wieder die Flucht angetreten. Ich hab mich heute doch mehr auf meine Aufgabe verlagert, eine „Pizza“ zu verhaften.
So ein Tag ist immer gut, Pläne für die kommende Woche zu machen. Es gilt immer noch eine Regelung wegen der Postadresse mit dem Arbeitsamt zu treffen.
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C.K.J.P
Tag 22
26.04.05
Heute müsste eigentlich die Mitarbeiterin mit dem „Durchblick“ wieder da sein. Ich, also rein. Erst einmal warten. Und nun kommt´s, eine Mittvierzigerin bittet mich zum Gespräch. Sie sichtet die „Aktenlage“ auf ihrem Terminal. Aus Sicherheitsgründen habe ich meine HI8 zu einem Aufnahmegerät umfunktioniert, das bei den Gesprächen mitlief. Man weiß ja nie. Und außerdem brauche ich noch „Stimmproben“ für meine Hausarbeit zum auswerten für den nächsten Winter. Bei den Gesprächen mit dem Arbeitsamt Ludwigsburg, konnte sich keine Mensch an irgendwelche Absprachen erinnern.
Die besagte Mitarbeiterin war nicht zum Dienst erschienen. Mein Glück und ihr Pech, denn der Abteilungsleiter wird ihr noch den „plonde“ Schädel von der Schulter reizen. Natürlich Artikuliert. Hoffe nur, die Braut blickt es.
Glücklicherweise war die Mitarbeiterin deutlich kompetenter. Sie kannte den Vordruck, den man braucht als „Wohnsitzloser“, die auf der einen Seite eine Verfügbarkeit für den Arbeitsmarkt festlegt, und zudem man sein Arbeitslosengeld oder –Hilfe zu erhalten. Nur hatte die Dame vor, mich erst wieder ab den heutigen Tag arbeitssuchend zu melden. Das wäre ein Verlust von einer Woche Arbeitslosenhilfe gewesen. Nachdem ich ihr erklärt habe, das dieses „plonde“ Gerät mich zwar einem Wieder-Vorstellungstermin für den 21.04.04 versehen hat, aber nur mit dem Hinweis, ohne Festen Wohnsitz keine Arbeitslosenhilfe. Die gängige Praxis mit der Postadresse kannte „es“ nicht. Da kann ich nur eines sagen: Schönheit ist wie eine Blume. Die verwelkt auch.
AAAber, mit dem Arbeitsamtsvordruck los zu meiner Postadresse, Stempel und Unterschrift von dem Verein darunter, zurück und ich bekam endlich meine „Kundenkarte“ vom Arbeitsamt Jena. Bingo; am 30ten ist Zahltag. Zudem habe ich den Straßenverkauf als Nebentätigkeit beim Arbeitsamt angegeben.
Wo stehe ich jetzt Arbeitstechnisch:
Sie liebe Leser- und Leserinnen merken also, ich, als subtiler „Wohnsitzloser“ mit Zelt auf einem Campingplatz, habe wirklich genug Arbeit, die es gilt zu bewältigen. Es ist eine Arbeit, die mir „Spaß“ macht und zudem Perspektive hat. Es sind halt „Strategien“ eines gut ausgebildeten ü-40. Und das Geld für diese Projekte ist für die nächsten 4 Monate gesichert. GRINS.
Es ist 14.00 Uhr, und ich mache was ? Diesen Ladenhüter von Zeitung verkaufen. Tschuldigen sie, aber zu einer 3 Monate alten Zeitung fällt mir nichts besseres ein. Nach 5 Zeitungen in 2 Stunden hatte ich genug für die Miete und „Esswerk“. Schicht im Schacht!!!! Ein Könner macht nie mehr wie er braucht.
Loblied:
Meine Beiträge schreibe ich mit einem alten 120 Mhz Laptop eines namhaften Computerherstellers. Und das „Gerät“ musste schon ganz schön her halten. Kampfspuren: 1 neues Netzteil. Dieser „Thinkpad“ ist jetzt schon jeden Euro seines „Preises von 239 Euro“ wert. Und er ist von meinem Arbeitslosengeld bezahlt worden und gehört mir. Er ist Kompakter wie die neuen, hat auch einen TFT – Bildschirm, und macht das was er am besten kann, schreiben........
Der, der solche Projekte entwickelt und durchzieht wird schnell merken, das sie eine eigene Dynamik entwickeln. Man muss regelrechte Zeitpläne nach Prioritäten entwickeln. Spielen wir mal mein Was-wäre-wenn-Spiel: Jeder, der für solche Straßenzeitungen arbeitet und schreibt, sucht sich irgendeine Stadt in Deutschland aus, die er kennen lernen möchte. Und fährt genau meine Strategie. Er wird merken, wie die Geschichte verdammt schnell zum „Selbstläufer“ wird. Und das nötige zusätzliche Grundwissen in der Informatik oder Buchhaltung bekommt er parallel durch „Learning by doing“ dazu. Ich sage nur eines: Lassen sie es einfach laufen. Wundern sie sich nicht, wenn sie die Ziellinie schneller passieren, als sie geplant haben. Denn, und das merke man sich: Kreativität hat seine eigene „Netzwerke“ und somit auch seine eigene Dynamik. PUNKT
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C.K.J.P
Tag 23
27.04.05
Wichtiger Termin beim Arbeitsamt. Mein Vorschussscheck wie gestern mit der Frau Pfund abgesprochen. Exakt um 10.00Uhr steh ich auf der Matte. 10.30 Uhr alles erledigt. Den Scheck hab ich. Ich kann ihn morgen einlösen. Jetzt ticken die Uhren wieder halbwegs normal. Das tolle daran, ich steh jetzt nach 23 Tagen meines Projektes besser da, als in Berlin in dem Übergangswohnheimen vom IB-International oder der „Sigama“, die ihre Sozialarbeit an der pünktlichen Sozialamtszahlung fest machen. So kann man auch „Erfolgreich“ werden, auf den überteuerten Mietpreisen, bei zu kleinen Zimmern, die man beim Sozialamt geltend macht.
Was steht heute so alles auf dem Fahrplan. Ich mache heute Monatsschluss mit dieser „Straßenzeitung“. Bedeutet ich muss noch meine Tabellenkalkulation umbauen. Am Wochenende kommt ja meine Zeitung probehalber auf den Markt. Da sollte ich sein Konto im Auge behalten.
Auch möchte ich endlich was neues Lernen: Gitarre. Das richtige Instrument hab ich mir schon angeschaut. Gitarre mit Verstärker für 179 Euro. Ich muss mich zwingen, meine Zeit besser zu planen.
Eine Sache ärgert mich, ich habe zu wenig Fahrradtraining. Ich brauch das, um meine Kopf richtig kreisen zu lassen. Selbstgespräche inbegriffen.
Wenn ich die 12 Tage meines Straßenverkaufes in Hinsicht meiner Kunden zurückverfolge stelle ich eines Fest: Von den 51 Kunden waren 90 % Frauen und 10% Männer. Die Berufe waren zu 96 % aus den Naturwissenschaften. Da waren Diplomingenieure, Physiker, Mathematiker, 1 Maurer, 1 Mutter von 4 Kindern, Physiotherapeuten, 1 Lehrerin in Rente für Mathe und Physik, 1 Abiturientin.
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C.K.J.P
28.04.05
9.00 Uhr. Pünktlich wie ein Maurer steh ich bei der Post, um den Arbeitsamtsscheck einzulösen. 9.15 erledigt. Ich rauf aufs Fahrrad, und zum Zeltplatz meine Miete bezahlen. Bis zum 04.05.04 erst mal Luft. Wollte eigentlich heute einen Waschtag einlegen. Verschoben. Bei den wenigen Klamotten die ich aus Berlin retten konnte, wird die Maschine nicht voll. Rausgeschmissenes Geld. Zum „Verlag“ gefahren, und die alte Ausgabe abgerechnet. 26,52 Euro away. Morgen um 11.00 Uhr gibt was neues. Kommt dieser seltsamer Macher der Zeitung mit einem Verkäufersitzung an. Ihm gleich gesagt: „Quatschen kann ich auch auf der Straße“!!!! Keine Zeit für so einen Unsinn. Zieh ich mir den die Hose mit der Brechstange an??? Bin doch nicht bescheuert.
Machen wir heute halt blau. Monatsabschluss muss noch gemacht werden. Und der bitterböse Plüschie muss noch geschrieben werden.
Erst einmal Pause. Bisschen Shoppen muss ich auch noch. Unterhosen, Socken und was zum Rasieren. Und einen neuen Schaltzug.
Wollte eigentlich jetzt anfangen, den Artikel zu schreiben. Kein Platz!! Alle Plätze in der Bibliothek besetzt. Sch....
15.00 Uhr: Verabredung mit H. Schumann. Schauen uns ein fahrbares Campingzelt aus DDR-Produktion an. Das „Gerät“ aufgebaut. Junge, die Zeltplane rocht wie toter Fisch. Überall Stockflecken von der Feuchtigkeit. Auch machte mir das „Gerät“ einen technisch katastrophalen Eindruck. Dafür 400 Euro ??? Dankend abgelehnt. Bin jedenfalls das erste mal mit einem amerikanischen Van V8 mitgefahren. interessantes Fahrgefühl. Und die Liegewiese die das Gerät drin hatte. Unglaublich. Meine Gedanken waren: Bett, Bordbar, TV, Soundtechnik, Laptop-Arbeitsplatz und ein satter V8 Sound. Ja, das nenn ich „Pennerleben“. Grins
Noch 80 Euro. Mit der investierten Arbeitszeit an Vorbereitung von 1 Jahr sowie mit einem Stundenlohn von 1,53 Euro, dann bin ich aus der Verlustzone. Ja, liebe Leser-innen, da bekommt das Amtsdeutsch „GZA“ (gemeinnützige Zeitarbeit) eine völlig neue Bedeutung.
Ich vergaß, bei einem max. abzugsfreien Zuverdienst von 153,00 Euro laut Arbeitsamt darf ich max. 294,23076 Zeitungen verkaufen. Man achte auf die Nachkommastellen. Ich muss mir noch eine Erklärung gegenüber dem „Verlag“ einfallen lassen, wegen dem Verkaufsanteil von 0,23076 tel einer Zeitung. Ich nu wieder, verkauf ich halt nur die großen “A“´s als Schnipsel..... . Sind ja genug gedruckt :-))))))
20.00 Uhr: Erst mal einen „studentischen Kampfdöner“ für 1,50 Euro. Eine echte „Kampfansage“. Bei meinem Gang zurück zu Bibliothek bleib ich bei einem „Platten und CD Geschäft“ stehen. Die verticken auch Poster. Darunter eine Satire von Arno Funke, mit den „Rolling Stone“ als Inhalt. Die Stones so um die 90 wie ihre Fan´s, und dem Gitarristen haben se schon die Jakie-Flasche intravenös (als Infusion) gesetzt. Ich hab mich schier weggeschmissen vor lachen. Ts –Ts- Arno, you are a bad Boy....
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C.K.J.P
Tag 25
29.04.05
„Veröffentlicht“
Heute kommt die neue „Ausgabe“ raus. Gestern noch mit dem Herausgeber abgesprochen, das wenn ich komme bitte gleich 50 Exemplare auf Kommission und dann ab durch die Mitte. Und was passiert wirklich: Dieser Dünnbrettbohrer von Herausgeber will doch allen Ernstes, das ich bei ihm „Hof“ halte. Bei diesem Meeting oder was immer die Vorstellung abgeben sollte wurde von exakt 3 Verkäufern besucht, bei dem lediglich Unwichtigkeiten ausgetauscht wurde. Eine interessante Thema war eine Zusammenkunft von Straßenzeitungen aus ganz Deutschland in Jena am 15.05.05. Könnten sich interessante Kontakte ergeben. Wenn dieser Verlag aus Hamburg mit Anwesenheit glänzt, wird ich den saubern Herrn erst mal die Birne gerade rücken.
Um 12.30 auf der Straßenfront. In den ersten 45 Minuten 5 Zeitungen weg. War ganz OK. Erst mal Pause auf dem Campingplatz und mein Schaltzug montiert. Bis 17.00 Uhr 11 Stück verkauft. Feierabend.
Es wird wieder mal Zeit die Planung für nächste Woche zu machen. Ich muss ja eh zum Arbeitsamt. Ich wird mich nächste Woche dem „Hartz-Modell“ ausgiebig belesen. Mal sehen wo der Kerl hin will. Und vor allen Dingen wo ich das Papier herbekommen. Das andere Thema wird sein, das ich endlich meine Definition und Zusammenhänge über das Suggerieren von Mensch und Tier aufschreibe. Ich hoffe nur, das ich nicht zu sehr abkippe. Dann heißt es wieder beim Schreiben: Decken, täuschen und verpissen. Es gibt halt arbeiten, die man erst auf den letzten Drücker macht.
Auch werde ich das erste mal meine Technik aufzeigen, mit dem ich zusammenhänge besser erkennen.
Wie ich den Begriff der Dominanz im Zusammenhang von Intelligenz fotografisch ersichtlich mache. Wir recht Farbenfroh. Ich habe vor, die Geltungsdauer dieser Straßenzeitung in Jena zu bleiben, und etwa zeitverzögert die „motz-live“ in Jena einzuführen. Wird Zeit, der Spielerei „Notausgang“ kräftig auf die Zähen zu treten. Meine Arbeitsstatistiken in meinem Laptop sind seit gestern fertig. Nur eine vernünftige Kalkulation ist noch von Nöten.
Und.... wenn alles Gut geht, wird ich ab diesem Wochenende mit der Gitarre üben bis zu abwinken. Gekonntes zu trainieren ist Routine, was neues Lernen nicht...
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C.K.J.P
Tag 26
30.04.04
Schicht im Schacht. Kreatives Wochenende, basta
Tag 27
01.05.04
Dito J
Tag 28
02.05.04
Wie schon die zwei Tage davor, „Soziale Hängematte“ ist angesagt. Ätsch
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C.K.J.P
03.05.04
Montagmorgen. Am Wochenende 4 Zeitungen verkauft. Ich sag doch: „Es geht immer was“.
Mein erster Gang: In den „Verlag“ und meinen Zeitungsbestand aufgefüllt. 20 Stück mitgenommen und auch gleich bezahlt. Zweiter Gang: Arbeitsamt. Mein Scheck aus Nürnberg ist nicht gekommen. Muss noch eine Änderungsmitteilung zu meinem alten Arbeitsamt schicken. Dann erst kann das Berliner Arbeitsamt die Akte fertig machen, bekomme mein Geld.
Mach ich morgen.
Erst einmal ist wieder Straßenkampf angesagt. Meinen Verkaufsplatz ausgesucht. Es ist genau 10.00 Uhr. Genau vor einem namhaften Kaufhaus. Ich stehe kaum 10 Minuten, die erste Zeitung sagt „und tschüß“. Seltsamer Weise wollte heute keiner Wechselgeld. Was ich gerne mache beim Verkauf ist, mit meinen Kunden ein Schwätzchen halten. Sonst wird mir es zu Langweilig. Plötzlich stand sie vor mir: Die Witwe eines Redakteurs dieser „Zeitung“. Sie kaufte bei mir gleich zwei Stück. Auch mit ihr komme ich in Gespräch. Sie hat mir sehr viel von ihrem Mann erzählt. Dipl. Ing. sei er gewesen, und konnte trotz seiner Qualifizierung hervorragend für dieses Blatt und einer breiten Leserschaft schreiben. Ihr standen die Tränen in den Augen. Ich versprach ihr, mir seine Artikel durch zu lesen, und auch bei seiner Beisetzung zu kommen Ich erzählte ihr, das ich auch „Schreiberling“ für eine Berliner Zeitung bin, und schenkte ihr mein letztes Exemplar.
Ärzte fordern bei Untersuchungen den Patienten immer auf, ihm oder Ihr die Hand zu geben, und zuzudrücken. Ich habe mich immer gefragt, warum sie es machen. Ich habe die Witwe des Redakteurs auch aufgefordert, meine Hand zu nehmen, und so fest wie möglich zuzudrücken. Ich tat es, um die 61 Jährige Frau anzulenken. Ich sagte ihr, sie solle ihre Trauer ruhig laufen lassen, auch wenn sie eine „mental starke Frau ist“. In dieser Situation spielte wohl die persönliche Erinnerung an den Tod meines Vaters eine Rolle.
Eine bemerkenswerte Frau. Ansonsten war der Tag mit 13 verkauften Exemplaren recht gut. Von zwei Leuten bekomme ich jeweils ein Euro geschenkt. Passt mir irgendwie gar nicht. Hätte ich schneller geschaltet, hätte ich ihr die Zeitung mitgegeben. Beim zweiten „Wohltäter“ war ich schneller. Er hat dankend abgelehnt. Dieser Typ wollte sich doch allen ernstes mit mir Streiten.
Ach so, ich scheine meine Kunden mit der Wechselgeldnummer zu irritieren, denke mir, nicht jeder verfolgt den „allgemein üblichen Stil“ im Straßenverkauf. Die Zeitung zu verkaufen ist für mich ein Training in der Psychologie, das im Vordergrund steht, denn meinen Lebensunterhalt sichere ich durch meine Arbeitslosenhilfe. Wenn sie liebe Leser in einen Zeitungsladen gehen, und eine Zeitung für 90 Cent kaufen, dann zahlen sie doch auch nur die 90 Cent. Und so ist auch der Stellenwert für mich. Ein ganz normaler Kaufakt mit einer Zeitung. Ich will ihnen ja nicht erzählen, das ich das nicht annehme. Meine Prioritäten sind ja halt so, und basta.
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C.K.J.P
Nachtrag: Nachdem nun meine erste Campingmatratze schon nach einer Woche Undicht war, besorgte ich mir eine neue. Dieses gewaltige Teil für 9,88 Euro (und man achte auf die Summe) ist genau 1,91cm lang und 1,40 cm breit. Das Ding musste ich im Zelt aufblasen. Auf diesem Teil schlafe ich jetzt richtig kuschelig. Ein Campingausrüster in Jena machte mir ein Angebot für eine Matratze mit denselben Maßen von sage und schreibe 54 Euro. Nun ja, dieses Angebot, auch wenn es ein Sonderangebot ist, kann, darf und soll er sich in die Haare schmieren. Punkt
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C.K.J.P
Tag 30
04.05.04
Wir haben es erst 15.00 Uhr und es sind 9 Stück verkauft. Während ich mich so mit einer Kundin unterhalte, sagt sie plötzlich, „Da steht ein „Kollege“ von ihnen. Ich dreh mich um, und keine 15 Meter steht „er“ mit der „Salzsäulentechnik“. Und da stand ich schon 2 Stunden. Ich stelle mich grundsätzlich immer in eine Richtung, und mein Fahrrad, umfunktioniert als Zeitungshalter in die andere Richtung. So bin weithin sichtbar. Der Typ brauchte einen Blindenhund. Die Kundin fragte mich, ob mich das nicht störe ? Es störte mich nicht. Und das schärfste, die Kunden kamen immer zu mir. Stellt sich nur die Frage: Warum?. Der Typ hätte sich genau hinter mir stellen können, der Effekt wäre genau der gleiche. „Er“ war ganz Clever.
Erst mal einen „Studentischen Kampfcappuccino“. Nach einer Stunde Pause, um meine Post zu erledigen, war das „Genie“ verschwunden. Mich ganz gemütlich aufgebaut. Nach zwei Stunden hatten wieder 4 Zeitung den Besitzer gewechselt. Es ist 15.00 Uhr.
Ich denke mir so, ich sollte mal wieder nach ein wenig Futter für meinen CD-Player suchen. Wozu hat man den so was. Namhafte Platten und CD-Dealer wie z.B. W.. o. Musik Fehlanzeige. Der Plattenladen war in einem Drogeriemarkt mit dem Allerweltsnamen Mül.... . Das erste was ich suchte, ist die CD von Canayer Twain. Gesucht und gefunden. Man kam meiner Bitte nach, mal reinzuhören. Die musikalische Katastrophe nahm seinen Lauf: Ein Blick auf die Kopfhörer: kenn ich nicht. Jetzt kommt´s, die „Musikexpertin“ legt die Silberscheibe ein, und bei den ersten Takten fallen mir die Ohren ab. Voller Entsetzen über die Töne, die mir zu Ohren kamen reiße ich mir die Katastrophen von Kopfhörer von meinem Schädel. Und das lag nicht an der Künstlerin, weil, sie ist ein Könnerin. Stehen lassen, denn wenn jemand Kunst so verschandelt, belohnt man ihn nicht noch. Zweiter Versuch: Shakin Stevens von Sony Records. Gleicher Effekt. Die Typen kommen ja nun wirklich mit „HARDWARE“ an Aufnahmetechnik an. Ich also dem Heini gesagt, „Deine Soundtechnik ist voll daneben“. Die sollten sich wirklich nur auf „Pflegeutensilien“ festlegen. Bei dem Umgang mit Musik müsste selbst ich den Kunden suggestiv überreden, das Teil zu kaufen. Also merke: Wenn sie nach Jena kommen, kaufen sie AUF KEINEN FALL eine CD bei diesem „Krauter“.
Verkaufsrunde 3: An meinem Standplatz versucht sich eine Verkäufern. Taktik: Aggressiv mit hohem Schuhsohlenverbrauch. Ein Freund von mir, ein alter Kaufmann würde sagen: Die Frau kann nicht rechnen. Bei einem Gewinn von 52 Cent pro Zeitung muss Frau eine Menge Zeitungen den Leuten aufschwatzen, um die neue Sohle bezahlen zu können.
Kaum aufgebaut und wieder eine away. Bis exakt 18.00 Uhr waren es dann 12 Exemplare in 5 Stunden. Macht einen Gewinn von 6,24 Euro. Campingplatzmiete für einen Tag gesichert. Schicht im Schacht.
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C.K.J.P
05.05.04
Heute bekomm ich mit meinen Kopf gar nicht hoch. Trotz Multivitamin und Magnesiumtabletten. Es ist so, als wenn man wach ist aber auch wieder nicht. In dieser Situation Kreativ zu sein, ist für mich eine Katastrophe. Keine Sonne, nur grau in grau. Eigentlich ein Tag, um im Bett zu bleiben.
Als erstes heute morgen der Platzchefin 6 Euro Tagesmiete aufs Auge gedrückt. Jetzt ist die Miete bis zum 09.05. bezahlt. Kaffee und los in den kundentechnischen Nahkampf. Noch 8 Zeitungen sind unter die Menschheit zu bringen. In 1,5 Stunden waren es nur noch 4 Zeitungen. Ich kann ihnen sagen, der Tag wird heute zäh.
Für eine Woche ist ein Rummel in die Stadt gekommen. Wenn ich mir die Fahrgeräte so nach ihrem Alter anschaue, kann ich nur eines sagen: Das Museum für Verkehr und Technik in München hat schon Besitzrechte für die Exponate angemeldet. Hoffentlich ist die Musik nicht so alt wie die Geräte. Als Straßenverkäufer sieht man das sehr pragmatisch. Für Berliner gehört Arbeit und Musik zusammen. Bedauerlich das ich meine Musik nicht auf der Straße hören kann. Die GMA - Gebühren lassen schön grüßen. Wenn ich so alte Schaustellergeräte sehe hab ich das Gefühl immer auf den Kalender oder Uhr zu schauen.
Ich kann ihnen sagen, selbst das schreiben ist heute eine Katastrophe. Schei.... !!!!
Bei einem Blick in den Spiegel kommt der Ruf nach einem Friseur. Nur, bei einem Gewinn von 0,52 Cent pro Zeitung müsste ich, um einen gängigen Friseurpreis von 13 Euro bezahlen zu können, 25 Zeitungen verkaufen. Das wäre rein statistisch Arbeit von 5 Tagen.
Alternativen: Beim Gang durch die Stadt finde ich einen Langhaarrasierer für 3,99 Euro. Mit so einem Gerät können sie mindestens 10 Kurzhaarfrisuren in Eigenarbeit fertigen. Das macht eine Ersparnis von 130 Euro oder 260 DM, und eine Investition für meine Zukunft. Und da ich grundsätzlich einmal im Monat in einer Pension übernachte, hat man 24 Stunden Zeit, zum Rasieren, Fernsehen schauen, einer ausgiebigen Dusche und einem morgendlichen Frühstück.
Und das beste: Meine Musik hören: It´s Rock´Roll time, bring´s a many power
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C.K.J.P
Tag 32
06.05.04
Das war ne Nacht. Es hat so stark geregnet, das mein Gedanke war:“ Wann durchschlägt der erste Regentropfen mein Zeltdach“. Ich kann ihnen sagen, mir wurde Angst und Bange. Es ging alles Gut. Das Zelt hielt den urgewallten Stand. Halt Norwegisches Erzeugnis. Und was ich gestern echt mühsam aus meinen Gehirnwindungen leiern musste, geht heute wieder wie von selbst.
Also, Kaffee und ab in den „Verlag“ Zeitungen besorgen. Zweiter Kaffee und eine Einladung zu einem Meeting der bundesdeutschen Straßenzeitungen. Auf meine Frage, ob HinztundKunzt aus Hamburg auch mit Anwesenheit glänzen, wurde mit „ja“ geantwortet. Na, die können sich freuen, die werd ich erst mal in die Senkel stellen. Die haben es nicht mal nötig, auf meine Artikel oder Anfragen zu antworten. Pappnasen.
Jetzt erst mal meine erste Runde im Straßenkampf. 1 Stunde und eine Verkauft. Jetzt wurde es Zeit, mich um das Thema“ Hartz-Modell“ zu kümmern. Ein Nachschlagewerk steht in der Bibliothek der Juristen.
Das besorgen von dem Skript war schlimmer als Straßenverkauf. Wenn man in die Hütte reinkommt hat man Mental das Gefühl, die „Beamen“ sich mehr durch die Gegend. In der Bibliothek brauch man ein Vorhängeschloss für die Schließfächer. Die Fächer sehen aus, als wenn da schon einige Brechstangen zu Gange waren. Und das bei den Juristen. Übel.
Ich also Kopien von den ersten 4 Seiten mit 13 Modulen gezogen, damit ich erst mal eine Übersicht bekomme. Wie meine Vorahnung sich wieder mal bestätigte, ab Modul 7 wird’s richtig interessant. In den nächsten Tagen wird das wohl meine Hauptaufgabe sein, den Hartz-Fahrplan auseinander zunehmen.
Heute ist ein blöder Tag gewesen, zum verkaufen. Nicht nur das sich die Verkäufer auf die Füße traten, nein, das Wetter war einfach daneben. Trotzdem die Tagesmiete auf dem Zeltplatz zum Teil gesichert.
Morgen ist mal wieder das Arbeitsamt angesagt. Mal schauen, ob das Berliner Arbeitsamt geschlossen hat, weil, erst dann bekomm ich meine „Asche“. Nur gut, das ich bei der Ausgabe genug zusammengespart habe, um auch mal Regentage zu überbrücken....
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C.K.J.P
Tag 33
07.05.04
Was schräg ist, kann nicht gerade sein. Was nicht im Lot ist, kann nicht Waagerecht sein. Wie kommt man auf die Idee, einen Artikel schräg zu nennen.
Auch in Jena gibt es Weiblichkeiten, die doch allen ernstes Versuchen, mit dieser Suggestivnummer bei mir zu Landen. Das fallen Töne wie: schau mir in Gesicht, auf den Busen, oder auf den Hintern. Je nach dem wo diese Grazie ihre Dominanz hat. So wie auch in diesem Fall:
Fallbeschreibung: Ca. 170 cm groß, ein Barbigesicht, und Kirschrot gefärbte Haare. Und immer wenn ich ihr Weg kreuze, zeigt diese dämliche Pute „Flagge“, ohne ein Wort zu sagen. Ganz Frau halt!( oder was immer dieses Gerät darstellen soll). Nur, der Effekt bei mir ist immer der Selbe: Ich bekomm angestrengte Lachmuskeln. Und mit der Nummer verunsichere ich dieses Schnuckelchen gewaltig. Ganz Frau, wie sie nun mal ist, spricht sie mich nicht an. Wo komm wir den da hin, wenn „Ganz Frau“ plötzlich die baggertechnische Offensive übernimmt.
Resume: Vielleicht sollte man dieser Ballerina mal verklickern: „Auch die Schönste Rose verwelkt!!!
Oder Kathie aus den Medienwissenschaften, eine ganz ruhige und Zurückhaltende. Die Lacht immer, wenn sie mich begrüßt. Anders Ausgedrückt: Hätte sie keine Ohren, könnte sie in Pi grinsen. Für ganz Begriffsstutzige erklären wir noch den Witz: Pi= 3,14...... Rund, Kreisumfang oder im Kreis grinsen!! Alles Klar
Allen stürmen zum trotze, wieder in den „Straßenkampf“. Nach einer ¾ Stunde 4 Stück away. Und das bei dem Scheiß Wetter. Und nun der Hammer: Ich heute auf dem Arbeitsamt in meine Mailbox geschaut, und da find ich die Mitteilung: Auszug: Ich würde nach dieser Tour nämlich gern mit dir eine Essay deines Tagebuches bringen, vielleicht als mehrteilige Serie zum Herbst. (Rückschauend auf einen Sommervertrieb).
Klar können wir das machen. Ich will nicht wissen, was ich mit dieser Nummer angerichtet habe. Vielleicht haben die Verkäufer denselben Effekt wie beim Harry Potter Syndrom. Weis ich’s. Aber es muss ja eine Grund für die Idee meines Redakteurs vorhanden sein. Na ja, ich hoffe nur, ich kann im Winter in einer warmen Stube überwintern. 20 Grad minus sind nicht gerade der Bringer im Zelt.
Wo wir bei „schräg“ sind; heute musste ich noch mal 10 Exemplare nachordern. Und wie ich so mit dem Mitarbeiter ins Gespräch komme, fallen so einige Zahlen über diese Zeitung „Notausgang“. Eine Auflage von 3500 Stück für drei Monate. Verkäuferanzahl die „Regelmäßig“ im Verkauf tätig sind: 6. Der Macher von dem ganzen Zauber faselte was von 12. Spielen wir mal mein was-wäre-wenn-Spiel: Meine Rechnung: 3500 Stück geteilt durch 90 Tage macht pro Mann/Frau 38 Stück. Diese 38 Stück teilen wir noch durch die Anzahl der Verkäufer: macht 6,481481481481.... .
In meiner Statistik habe ich 21 Tagen am Tag 6 Zeitungen verkauft. Mit Samstag und Sonntag Und das im Sitzen. Das bedeutet, ich werde rein rechnerisch bis zur neuen Ausgabe 540 Zeitungen verkauft haben. Im Sitzen. Ich werde im Sitzen nach Abzug meiner Einkaufskosten mit 280,80 Euro zu meinen Arbeitslosenhilfe dasitzen, die offiziell beim Arbeitsamt angegeben habe. 280,80 durch drei Monate macht 93,60 Euro. Ich darf aber, ohne Anrechnung an meiner Arbeitslosenhilfe bis zu 153 Euro dazu verdienen. Wo bekomm ich jetzt die fehlenden 59,40 Euro her........ grübel....grübel. Werd ich bei dem Quartalsabschluss feststellen, ob meine Statistik stimmt... Ich liebe meinen „ThinkPad“... und das „Penner-Leben".... grins
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C.K.J.P
Tag 34
08.05.04
Wie so üblich, versuch die Frau Schumann, Platzwirtin auf dem Campingplatz, mich Festzuquatschen. Nun ja, das Klappte genau bis 20 min vor 12.00 Uhr. Das Wetter: trocken, Kühl also ein Wetter zum Zeitungen verkaufen. Halt operativ..... beim Sitzen und Leute beobachten und die kleine Rasselbande.
Seit Tagen kann ich die Verkaufstechnik einer „Starverkäuferin“ beobachten, die diesen Verkauf seit 5 Jahren betreibt. Eigentlich seh ich sie den ganzen Tag Kaffee trinken, und kaum bis gar nicht beim Verkauf. Heute waren wieder die „Blauen Indianer“ mit ihrer Beschallungstechnik unterwegs. Für Berliner ist Musik bei der Arbeit Pflicht. Nach insgesamt 4 Stunden mit einer ¾ Stunde Pause waren 8 Exemplare Geschichte. Nur zur Info: Bisher haben mich 138 Jeneraner davon abgehalten, die „Biege“ zu machen. Von dieser Stelle „Vielen Dank“ allen Kaufwütigen, unerschrockenen Leser und Leserinnen.
Um 17.00 Uhr haben nicht nur die „Blauen Indianer“ sondern ich auch Schicht im Schacht gemacht. Ich muss schließlich eine Zeitung mit meinen Artikeln am Laufen halten, und unsere Jungs im operativen Verkauf brauchen ARBEIT. Ist halt ein „gesundes Unternehmen“, auch wenn ein E.V. hinten dran steht. Und die seltsame „Verkäuferin“ war dann in ihre operative Hektik verfallen. Irgendwann werd ich sie mal Schlau machen. Ich werde nur eines zum Besten geben: Mädel, auch Turnschuhe und auch die Markenware die sie trägt, kostet Geld. Und verdienen tut sie nur 0,52 Cent pro Zeitung. Bin ja gespannt, ob ihr ein Licht aufgeht. Oder doch der Grundsatz: „Operative Hektik ersetzt geistige Windstille“. Wer weiß das schon bei diesem....... was immer das auch darstellen soll...
Tschüß
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C.K.J.P
Heute kam mir eine Idee, my next Stop for 3 month is Köln. Da werden noch einige Vorbereitungen zu treffen sein. Mmmmm, das Kölsch wird mir schmecken
Tag 35
09.05.04
Sonntag...
Eine muss verkauft werden. Zwei sind es geworden. Wenn Mann, so wie ich bei Zeiten an seinem „Standplatz“ ist, hat man nicht nur Zeit den Kopf kreisen zu lassen, nein, man kommt auch in den Genuss, sich die auf der Kinderbahn gespielte Musik, Zugehör zu führen. Es ist alles vertreten gewesen. 60er, 70er und die 80er. Vorallendingen die deutschsprachigen Lieder waren doch manchmal in den Auslegungsmöglichkeiten verdammt herb. Nur gut, das die kleinen Besucher die Texte noch nicht verstehen.
Der Kundenverkehr auf diesem Rummel war zwar da, aber, ich hatte das Gefühl, es blieb zu wenig hängen an Umsatz. Wenn ich mir die Preise anschaue, dann war das preiswerteste Nahrungsangebot bei 2,50 Euro. Irgendwie zu heftig für einen Familienvater mit 2 Kindern. Da sind 100 Euro oder 200 DM schnell verschwunden und reißt doch ein gewaltiges Loch in die Haushaltskasse.
Erst zum Feierabendabbau wurde mal gezeigt, dass auch Kunst aus der Beschallungsanlage der Kinderbahn kommen kann........
Fat´s Domino...... ein echter Könner am Klavier und mit seiner Stimme...
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C.K.J.P
Tag 36
10.05.04
Montag Morgen.... 8.00 Uhr und meiner einer schraubt sich langsam aus dem Zelt. Katzenwäsche und dann der Ruf „Kaffee“ zur Frau Schumann. Vater Schumann ist wieder Fit nach seiner Fahrt nach Dortmund. Nur er kam anders zurück, als er hingefahren ist. Er kam ohne seinen fetten V8 Van zurück. Getauscht gegen ein Wohnmobil. Bei 4 Töchter musste er schwer herhalten, so haben die Töchter auf ihn eingedroschen. Wie kannst du nur...... waren da noch die handzahmen Aussagen.
9.00 Uhr, Abflug zum „Verlag“, meinen Zeitungsbestand auffüllen. 15 Stück mitgenommen und die Artikelproben von dem verstorbenen Redakteur Bartenstein. Und hier zeigte sich mal wieder, was passiert, wenn kreative Dipl.Ing. in das falsche Team geraten. Da wird Kreativität mit vollem Anlauf in den Ausguss getreten. Und das nur, um das „Ego“ einzelner Mitarbeiter, die ja, wie schon mehrmals mir gegenüber betont, „Ehrenamtlich“ arbeiten. Ehrenamt hin oder her, es ist ein Job, wo 100 % Einsatz gefragt ist. Denn merke, wenn jeder in einem Team 100 % gibt, dann passiert so was nicht. Dieser Redakteur Bartenstein kommt meinem Schreibstil ziemlich nah. Nur sparen diese Stümper am Lektorat. Ich hätte schreien können. Bis ich bei diesen Pappnasen auch nur einen Artikel veröffentlich werde, wird noch viel Wasser die Saale runterfließen.
Heute ist mal wieder Arbeitsamt angesagt. Aber 9.30 Uhr war mir zu Früh. Also, in den „Straßenkampf“. 30 Cent „Studentischen Kampfcappuccino“ aus dem Automaten gezerrt und auf geht´s. Bis 11.30 Uhr wechselten 2 Exemplare den Besitzer. Einen kurzen Abstecher zum Arbeitsamt und die freundliche Mitteilung der Frau Pfund: „ Die Arbeitslosenhilfe wurde heute als Postbarscheck an meine Postadresse abgeschickt“. Endlich kann ich wieder planen.
Heute tauchten sie gleich im Doppelpack auf. Die erste war im 10 Semester und die zweite im 8 ten. Und die waren echt niedlich. (Sagt meine Brille für das Wesentliche) Wenn ich spitz bekomme, dass ich einen Psychologen oder Psychologinnen vor mir habe, hole ich sofort das „suggestive Messer“ raus, um mich auf ein fachliches Wortgefecht einzustellen. Jedes mal dasselbe: Wenn ich richtig in Fahrt komme müssen diese Grazien immer zu irgendwelchen Termine oder in die Vorlesung. Scheiße..... sag ich da nur. Jena scheint doch eine U-Bahn zu bekommen. Die Banausen kneifen jedes Mal. Frust aller Orten. Vielleicht sollte ich noch ein wenig an meiner Intonation arbeiten. Die Festestellung, wer oben liegt folgt zu einem späteren Zeitpunkt.
Ein Zyniker wer behauptet, ich sei Sexistisch..... alles Lüge..... J grins
Oder bin ich einfach zu gut in der Psychologie?????
Nun ja, aus den Zwei wurden 7 Stück. Mein „statistischer Verkaufswert“ liegt bei 6 Stück. Wie schon gesagt: Es kommt auf die Beständigkeit und Qualität beim Verkauf an. Der Kunde soll ja wiederkommen.
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C.K.J.P
Tag 37
11.05.04
Der Vorteil von Statistiken sind, das man ziemlich genaue Prognosen über Verkaufszahlen machen kann.
Wie sieht der Ist-Zustand dieser „Zeitung“ für mich aus. Nach meiner Statistik ist eine eher fallende Tendenz zu verzeichnen. Auch werden die „Spenden“ der Kunden nachhaltig steigen. Dieser Effekt wird noch gesteigert, je älter diese Zeitung wird. Merkwürdiger Weise findet in meiner Gegenwart keine „suggestive Verkaufsförderung“ der Kunden mir gegenüber statt. Es sind ehrlich verkaufte Zeitungen. Sie akzeptieren meine Strategie. Mein „Verdacht“ ist, das meine Verkaufstaktik über den langen Zeitraum von 3 Monaten erfolgreicher sein wird, als die aggressive Verkaufsmethode, dem Kunden die Zeitung aufzuschwatzen. Zumal der Markt für eine Straßenzeitung deutlich überschaubar ist. Das würde auch erklären, warum der Schwede in Berlin im Zeitungsverkauf überproportional erfolgreicher ist, als andere. Der Markt potenzieller Leser ist größer.
Manchmal ist das „mich herausnehmen“ das beste Mittel, um für sich festzustellen, wie hoch mein „Stellenwert“ als Straßenverkäufer wirklich ist.
Als Probe werde ich mit Erhalt meiner Arbeitslosenhilfe eine Woche pausieren und meinen Kontostand mit dem „Verlag“ ausgleichen. Auch gewinne ich immer mehr den Eindruck, dass diese „Zeitung“ den Jeneraner ein Dorn im Auge ist. Nicht weil sie existiert, sondern es geht ihnen um die „Macher“. Wenn ich mir die Artikelproben vom Redakteur Bartenstein anschaue, könnte ich mir vorstellen, dass er einer der wenigen „Schreiberlinge“ war, dessen Artikel Mann und Frau gerne gelesen haben. Ich bin der Meinung, das eine Straßenzeitung so geschrieben werden sollte, das es den Betroffenen weiterhilft, unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“, die Entwicklungen einzelner Mitstreiter steigert und somit ein gesundes Selbstbewusstsein fördert. Denn man wächst nicht mit Misserfolgen sondern durch Erfolge. Nur... den Erfolg für sich, definiert jeder für sich selbst.
Was meine ich mit Entscheidung. Auch wenn es ein „Gesetz“ der Straßenzeitungen gibt, nicht in fremdes Gebiet einzudringen, muss in einer Zeitung ein Lernprozess vollzogen werden, was eine Eigendynamik bewirkt, und somit eine Zeitung attraktiver gestaltet wird. Das in einer solchen Kleinstadt wie Jena ein Gesicht bald bekannter wird wie die Zeitung ist ganz schön, nur das dieser Bekanntheitsgrad mich nicht befriedigt weil ich sonst wieder „Image“ für andere baue. Dieser Zustand demotiviert höchstens und bringt ein nicht weiter.
Heute ist so ein Tag, wo ich viel über meinen Vater nachdenke, unter anderem dann, wenn ich Taxi am Taxenhalteplatz stehen sehe, bis die „Säule“ klingelt. Mein alter Herr hat den Job 25 Jahre seines Lebens ausgeübt. Auch er hat Zeit seines Lebens immer nur „Image“ für andere gebaut. Aber richtig reich ist eigentlich, wenn man die Gesamtheit der deutschen Taxifahrer betrachtet nur einer geworden. Der Hersteller der Fahrzeuge, die selbst hier in Jena von einer Fahrzeugmarke aus Sindelfingen dominiert wird. Wenn sie stehen, zeigt diese Firma „Flagge“ auf Unkosten anderer. Nur wie soll man das ändern. Wenn sie stehen, kosten diese Autos Geld. Den Fiskus interessiert es nicht, ob jemand steht oder fährt. Die Steuern und Versicherungen laufen weiter. Und Taxifahrer, und nicht nur die in Jena, sind ehrliche Kaufleute ganz im Gegensatz zu unser Steuergesetzgebung.
Was mache ich in meiner Arbeitsweise anders, als mein Vater. Er besaß die gleiche soziale Kompetenz. Ich meine damit, das Gespür für seine Kunden. Auch wie er im Alter von 40 Jahren noch den Busführerschein mit Personenbeförderung gemacht hatte, haben wir, mein Vater, mein Bruder und ich immer das meiste „Schmalz“ (Trinkgeld) von allen Fahrern und Reisebegleitungen bekommen. Die Kunden kamen wieder als Fahrgäste. Man konnte sehen, dass sich sein „Erfolg“ fortführte wie ein roter Faden.
Ich kann aber nicht Zeitungsverkauf mit dem Fahrgeschäft meines Vaters vergleichen. Oder anders ausgedrückt: Er fuhr ja auch nicht alle drei Monate mit einem neuen PKW vor........ oder vielleicht kann ich s doch miteinander vergleichen?
Das bedeutet für mich, ich muss meine Aktivitäten auf ein Bereich ausdehnen, wo Kontinuität auf kürzerer Zeit, mich mehr befriedigt........
Welch das sein wird, ist bei der Vielzahl meiner Projekte nicht zu erkennen. Aber alle gehören als Gesamtkonzept zusammen.
Learning by doing C.K.J.P
Tag 38
12.05.04
Heute müsste mein Scheck ankommen.... und richtig, um 15.00 war ich um Betrag xxxx reicher.
Ich hab ja heute schließlich schon hart „Gearbeitet“. 4 Stück sind verkauft und habe dem 150ten Kunden für die Heldentat beim Kauf dieser „Zeitung“ gratuliert.
Auch ist in froher Kunde mitzuteilen: Mein Reisegerät hat eine neues Hinterrad mit Hohlkammerfelge, meine dienstälteste Schuhwerk, was die zurückgelegten km angeht, wurden auch erneuert, bzw. für Ersatz gesorgt.
Und da war noch eine Frau mittleren Alters, die so eine heiße Frisur mit den Strähnen hatte. Und natürlich ganz „böser Bube“ musste ich sie Fragen, wie man diese Mode nennt, Sie murmelte etwas von „Keine Ahnung, bezeichnete es aber selbst als „Versaut“. Nun ja, die Interpretationsmöglichkeiten bei diesem heißen Gerät, und das war sie wirklich, bleibt ihnen Überlassen. Ich bin nicht Frauenfeindlich eingestellt, ich hasse dieses Image, grins und Punkt.
Der Zeltplatz hat neue Gäste, und ganz Jena ist in heller Aufregung. Eine Vorhut von „Sinti“ ist zu Besuch gekommen. Und schon leerte sich der Campingplatz, weil die „Normallos“ die Situation und die Menschen nicht einschätzen können. Hier zeigt sich mal wieder, was alt hergebrachte Geschichten ein Image bestimmen können.
Alles Blödsinn. Was aber nicht heißen soll, das so ein Image nicht auch Vorteile bringen kann.
Alle ihr Wohnwagen sind Einzelstücke, nichts von der Stange. Der Zusammenhalt in den einzelnen Sintigruppen ist unglaublich stark. Welche Berufe könnten solche moderne/alten Nomaden ausüben. Und wieder mein was-wäre-wenn-Spiel: Welche Möglichkeiten an Spielereien haben wir denn so: Internet über Satellitenfernsehen, Satellitentelefone, Computertechnik, Plottertechnik, Bildbearbeitungssysteme......... und alles passt in so ein Gerät rein. Nimmt kaum Platz weg und ist höchst effizient mit einer nicht zu unterschätzenden Schlagkraft an Innovertion.
Es muss ein Beruf sein, der Überall ausführbar ist, Grundvoraussetzung ist also ein großes Maß an Kreativität
Dabei geht es auch hier um „Traditionen“. Nun können Traditionen viele Gesichter haben. Fange ich doch einfach mal damit an, Tradition zu definieren:
Tradition bedeutet Geschichte: Die Geschichte u.a. von:
Handwerk
Musik
Lebensstil oder Kultur
Mechanik
Elektrik
Naturwissenschaften
Künstlerisches Gestalten
Schifffahrt
Dampfmaschine
Automobil
Medizin
Und alle diese Geschichten haben eines Gemeinsam oder anders ausgedrückt für durchgeknallte Informatiker: Der Kleinste gemeinsame Nenner ist: Alle beruhen auf einer Idee und die fallen nicht vom Himmel und dieser Komiker da oben hat damit auch nichts zu tun.
Aber welche Berufe könnten das nur sein???? Der Ruf nach einem Nachschlagewerk der IHK mit neuen und alten Berufen wird laut.......... grins, und natürlich mein berüchtigter „Studentischer Kampfcappuccino“.
Gut Holz...
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C.K.J.P
Tag 39 und 40
15.05.04
Aber Hallo
Es gibt Tage auf solch einer Tour, da geht gar nichts. Und nun überschlagen sich die Ereignisse. Am 14.05. war ein Treffen vom Bundesverband der sozialen Straßenzeitungen. Und da unser Verlag mit nichten „Mitglied“ ist, schlage ich eine Brücke über den Jenarer Verlag, um in die Höhle der Löwen Einlass zu bekommen. OK, nach meiner doch sehr schlechten Erfahrung mit HinztundKunzt aus Hamburg, die vor lauter Selbstbeweihräucherung versuchten, mich zu linken, war der Moment für mich gekommen, mit meiner „Fahne“ auf die suche nach den „bösen“ Jungs und Mädchen zu machen. Grundvoraussetzung war mein „Instinkt“ und die Aufmachung der Zeitung. Sie sollte meiner Ähnlich sein, aber genauso heftig draufhauen, wie wir es tun. Wie soll ich sagen: Bingo, ich wurde fündig. Eine Zeitung du dem Badensischen, genauer, aus Freiburg mit dem doch sehr prägnanten Titel: “FREIeBÜRGER“. Die Jungs waren auch mit einem Exemplar bewaffnet, welche ich mir sofort zu mühte führte. Erster Eindruck: Keine Werbung die aus rein kommerziellen Gründen hereingekommen ist. Sagt mir, dieses Team kann rechnen. Auch der Inhalt ist höchst interessant. Passt wie die Faust aufs Auge. Nach dem seltsamen Meeting ab nach Hause in mein Zelttechnisches Iglu. Irgendwann ist das Ding zugewachsen, so hoch steht das Gras.
Ereignis 2: Ich bekomme über den hier ansässigen Verlag ein oder zwei Garagen mit Stromanschluss. Die wollen nämlich diese Teile auflösen. Und das für 20 Euro pro Garage. Das werden die so genannten „Studentischen Kampfgaragen“ grins. Das gibt doch höchstinteressante Möglichkeiten. Aber darüber schreibe ich einen eignen Artikel: „Resümee der ersten 40 Tage“ wird dieses Teil heißen.
Welche Möglichkeiten sehe ich: Ich denke da an ein so genanntes Bundelsystem. Wie kann das aussehen: Ok, bei uns bleibt ein Überschuss an Zeitungen übrig, und bei den Freiburgern auch. Beide Zeitungen ergänzen sich, und ich schreibe hier in Jena einen eignen Teil mit dazu. Ein neues Layout dazu, und schon habe ich eine qualitativ hochwertige Geschichte, wo einem garantiert nicht die Füße einschlafen. Was bei dem hier ansässigen Verlag durch aus passieren kann. Beide Ausgaben kommen Monatsweise heraus, was mich zwar widergewaltig einspannen wird, neue Vertriebswege zu finden, der Effekt ist aber: Die Berliner „MOTZ-LIFE“ und die „FREIeBÜRGER“ aus Freiburg sind dann die ganz BÖÖÖÖÖÖSSENNNNN.
Und noch ein Vorteil: Freiburg ist ebenfalls eine Studentenstadt mit derselben Infrastruktur wie in Jena, und Berlin.
Dafür muss ich aber in den „Straßenkampf Freiburg“ einsteigen. Bei denen Arbeiten bei einer 200.000 Menschen Stadt nur 20 Verkäufer. Ein bisschen dünn, für meine Begriffe. Diese Zeitung hat mehr Potenzial. Und mein Stützpunkt am Wochenende wird, ist, bleibt Jena. Liegt Zentraler.
Ja, ich denke, es wird ein hartes, arbeitreiches Jahr mit viel „Studentischen Kampfcapuccino“ und „Studentischen Kampfpitzen“.........
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C.K.J.P
Tag 41
16.05.04
Und wieder ein Sonntag. Zumindestens kann man sagen, das Wetter spielt mit.
Die Planung für die kommende Woche steht. Was nun noch fehlt, sind zwei Verkaufte Exemplare.
Und nun das Interessante: Dieses Meeting des Verbandes „Sozialer Straßenzeitungen“ in Jena am Samstag und Sonntag.
Ich also hin, und meiner Einladung gefolgt. Die Jungs und
Mädchen, die da waren, kommen alle vom „Straßenkampf“ also dem Verkauf der
Zeitung. Und nun das Schärfste: Ich hab mich nicht für den Jeneraner Verlag
eintragen lassen, sondern für die motz-life.
Und bei den Unterhaltungen, u.a. mit dem Verkäufersprecher, der für die
FREIeBÜRGER arbeitet, konnte ich doch so einige Interessante Info
herausbekommen. Laut seiner Angabe, sind regelmäßig 2.500 Männer und Frauen im
Straßenverkauf tätig. Und wenn ich meine Statistik zu rate ziehe, dann komme ich
„natürlich rein Statistisch“ auf einen Jahresumsatz von sage und Schreibe 6,8
Millionen Euro oder 12,6 Millionen DM. Nun frage ich sie Liebe Leser-innen, kann
man Menschen mit einem solchen Umsatz als „Bodensatz der Gesellschaft“
bezeichnen. Noch so ein Ding: Alle Schreiberlinge in diesem „Verband“ schreiben
ehrenamtlich. Nur stellt sich mir eine Frage: Ein Mensch, der auf der Straße
lebt, ist nach meiner Einschätzung garantiert nicht der Auffassung, das man
durch ein Ehrenamt satt wird. Für mich hat dieses „Ehrenamt“ höchstens was mit
einer Profilneurose einzelner Redakteure zu tun.
Das erklärt auch, wieso „HinztundKunst“ aus Hamburg in unserem Verlag aufgetaucht sind. Die brauchten Artikel von einem „Zeitungstechnischen Kanonenfutter“. Tja Micha, das sind wir in eine Suggestivfalle getappt.“ Denn merke, Bloß weil jemand aus demselben „Hafen“ Hamburg kommt,
sollte man verdammt vorsichtig sein, weil, diese linken Vögel nicken vorne und kommen von hinten mit dem Messer. Oder wie denken Sie darüber, Frau Müller. Noch mal, passiert uns dieser Fehler nicht.
Um es gleich zu schreiben, den Sonntag bin ich nicht zu diesem seltsamen Verband, weil die richtigen „Kontakte“ fanden mit den Jungs von der Straßenfront statt. Und die spielen nicht......
C.K.J.P
Tag 42
17.05.04
42 Tage bin ich nun hier. So alt wie ich bin. Viele Artikel sind entstanden. Und jeden Tag komme ich ein Schritt weiter.
Apropo Schritt weiter. Meinen Zeitungsbestand musste ich heute morgen aufbessern. Dabei kann ich gleich die Geschichte um die Garagen abklären. Und meine „innerliche Bitte: „bitte lasse sie nebeneinander liegen.“ Wurde gehört, jawohl, die liegen nebeneinander. Aber, was will einer, der in ansehbarer Zeit weiterfährt mit 3 Garagen. Nun, er macht aus 3 kleine Garagen eine große, indem er einfach eine Tür zur nächsten einbaut. Und was hat man dann? Ein Arbeitzimmer mit Strom, eine Werkstatt mit Strom. Noch Fragen.
Caroline
So heißt eine Verkäuferin für diese Zeitung. Nur irgendwie kommt sich diese Träne richtig Clever vor oder ist es doch nur Dummheit, sich seinen eignen Ast abzusägen. Manche Frauen bringen diese Nummer zur Kunstform.
In Jena war in der gesamten Woche Frühlingsfest, was bedeutet, dass alle Schausteller und Buden für diesen Platz zum Verkaufen teures Geld bezahlen müssen. Das heißt für mich, dass dieses Gebiet als geduldeter Straßenverkäufer tabu ist. Das ist meine Interpretation von dieser suggestiven Gesetzgebung, die man wissen sollte.
Und was macht diese Blöde Kuh? Latscht doch tatsächlich über den gesamten Marktplatz. Und prompt taucht ein Typ auf, der bei ihr nach einer „Sondergenehmigung“ nachgefragt. Und sie, arrogant wie sie ist:“ Ich bin die registrierte „Straßenverkäuferin Carolin“ und ich darf das“.
Wie schon gesagt: Dieser Straßenverkauf ist zum teil nur geduldet. Und hier nun wieder mein Was-wäre-wenn-Spiel. Diese Caroline war mit ihrem Mann und einem PKW unterwegs. Auf ihrem Ausweiß steht nur ihr Vorname. Aus einem blöden Zufall schreibt sich irgendjemand die Autonummer auf, und bringt es zur Anzeige. Die Polizei sucht den Halter von dem Fahrzeug raus, und schon bekommt der Name Caroline einen Nachnamen. Gehen wir weiter davon aus, dass das Wort registriert absolut wörtlich zu nehmen ist. Aus einem seltsamen „Zufall“ bekommt eine Finanzbeamten dieses Vorfalls mit. In so einem Nest wie Jena kennt so ziemlich jeder jeden. Nun ist ja auch so ein „Verlag“ steuerpflichtig. Das bedeutet, dass alle Zeitungseinkäufe diese Caroline auch dem Finanzamt bekannt sind. Das Ende vom Lied wird sein, wenn sie eins du eins zusammengezählt haben (übrigens ein Hobby der bösen Jungs vom Finanzamt) das diese dämliche Kuh vom Finanzamt wegen der verschweigenden Nebeneinkünfte nachveranlagt wird. Oder schlimmeres.
Und diese Nachveranlagung kann das Finanzamt, ich bin mit nicht sicher, aber so 5 Jahre rückwirkend machen
Sie werden mir sicher zustimmen, dass dieses Frühlingsfest für diese dämliche Kuh verdammt teuer werden kann.
Da denke ich mir, es ist immer besser auf seinen „Mann im Ohr“ zu hören. Sofern Frau ihn noch hat.
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C.K.J.P
Nachtrag: Planziel exakt um 13.09 Uhr mit 6 verkauften Exemplaren erreicht......
Und Dummheit muss Bestraft werden.....
18.05.04
Ein seltsamer Titel oder? Wenn ein Obdachloser Ing. auf die Idee kommt seine Zeit dafür zu benutzen, um Ideen zu verwirklichen, kann es passieren, das sie an ihre Grenzen stoßen, und zwar bei dem Zeitpunkt, wenn man versucht, das richtige Material zu kaufen. Ich bin zwar kein Ing. aber doch Obdachlos. Da gibt es also Gemeinsamkeiten. Aber genau das ist mir heute morgen passiert. Vor zwei Tagen war ich bei einem Stahlhandel, um einfach mal zu erfragen, was die so für Rohrgrößen haben. Ich brauche ein Rohr, 1mm Wandung, 20,5 mm Rohrinnendurchmesser, und das Abgelenkt auf 1000 mm. Gebraucht wird es für einen Fahrradanhänger, um meine Transportkapazitäten zu erhöhen. Ich also heute rein in den Laden, und wollte bestellen. Und nun kommt´s. Das einzige Rohr, was auch nur Ansatzweise gepasst hätte, hatte folgende Maße: 6000 mm lang, 21,5mm Rohrinnendurchmesser und mit einer Wandstärke von sage und schreibe 2,65 mm. Nicht nur das das eine „so genannte“ Flugpassung wird, nein, mit dieser Wandstärke habe ich einen Panzer als Anhänger. Ganz Kauffrau wie sie nun mal war, versuchte sie mit dieses Rohr aufzuschwatzen. Ich habe dankend abgelehnt.
Nun liebe Leser/innen, stellen sie sich einfach mal vor, ein Konstruktionsbüro berechnet mal eben eine Stahlkonstruktion nach der dafür anzuwendenden DIN – Norm. Bei der Berechnung der Stahlkonstruktion stellt der Konstrukteur fest: Ich brauche diesen Winkelstahl oder T-Träger mit der Festigkeit, der Tragfähigkeit etc. etc. etc. Der Konstrukteur schaut also in den Lieferkatalog seines Lieferanten, und stellt fest: Jawohl, die können liefern. Nach Katalog. Er greift also zum Telefon und lässt sich mit dem Verkauf verbinden. Er erläutert dem Gesprächsteilnehmer am anderen Ende der Leitung seine Wünsche. Und nun geht´s los. Der Verkäufer erläutert diesem Konstrukteur, das man rein Theoretisch nach Katalog dieses oder Jenes Material liefern kann, geht aber nicht, weil ihr Lieferant mit der Produktion nicht nachkommt. Pfiffig wie der Stahlverkäufer nun mal ist ( denn er bekommt ja schließlich noch zu seinem Gehalt eine Dividende am Jahresende), schickt dieser Verkäufer 1 mm stärkeres Material zu dem Kunden und das ohne den Kunden zu Informieren. Nur..... und das ist der Denkfehler dieser Vögel von Verkäufer. 1mm stärkeres Material bedeutet nicht automatisch einen höheren Qualitätsstandart. Ganz im Gegenteil, so eine Dachkonstruktion kann erst recht einstürzen.
Mit so einer Geschichte maßt sich der Verkäufer an, zu entscheiden, was dieser Konstrukteur zu verbauen hat. Und das alles wegen was: Der Jahresdividende wegen guten Umsatz.
Was will ich damit erzählen:
Zur zeit ist ja die Thematik „Eliteschulen“ in aller Munde. Ich selber habe vor zwei Jahren Zeichnungen von so einem Haus gemacht.
Dieses Haus ist so konzipiert, das jeder Schüler oder Student, ja auch hoch kreative Erwachsende die Möglichkeit erhalten, seine Kreativität, also seine kreative Dominanz zu erarbeiten, oder zu „Erspielen“. Ganz nach meinem Grundsatz: „Wer als Kind zu wenig gespielt hat, muss studieren. Aber die viel gespielt haben, brauchen nicht studieren, weil die wissen wie es funktioniert“.
Da taucht bei mir immer wieder in Gedanken an das Verhalten einiger „Pädagogen“ auf, die ich in meinem Leben kennengelernt habe. Die handeln irgendwie Unlogisch für mich.
Und für so ein Haus braucht man Konstruktionspläne, die so gefertigt werden, wie es im Ingenieursstudium gelehrt wird. Dann müssen die Zulieferer reagieren. Und seinen sie überzeugt, wenn einer meiner Lieferanten so eine Nummer bringt, den nagele ich persönlich ans Fensterkreuz. Diese Frau oder Mann lernt dann einen Menschen kennen, der sein Psychologiestudium Naturwissenschaftlich aufgebaut hat.
Wenn ich mit diesen „Suggestivvögeln“ fertig bin, sind sie soweit, das sie jeden Abend unters Bett schauen, ob ich da liege, und Punkt. Und da trifft es dann nicht die Falschen
Und noch eines: Das was man sich vorstellen kann, kann man auch bauen.
Ich selbst habe noch 25 Jahre Zeit zu lernen und zu Trainieren bis zu meiner Rente. Meine Gegner ohne Ideen sollten es auch tun, weil Menschen mit Ideen sind immer ein Schritt voraus. Wir kommen um Ecken rum, von denen haben diese linken Vögel nicht mal ne Ahnung, das es sie gibt.
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C.K.J.P
„Nichts in der Welt wird so gefürchtet von Frauen, wie der Einfluss von Männern, die geistig unabhängig sind“
„Deutschland tötet derzeit pro Jahr mindestens 300.000 ungeborene Kinder und Deutschland hat gleichzeitig derzeit einen jährlichen Bedarf von etwa 300.000 zusätzlichen Gastarbeitern, um das Wirtschafts- wie Pensionssystem auch nur in Gang zu halten. Das bedeutet, dass Deutschland laufend die eigene Selbstproduzierte Zukunft wegschmeißt und sich von außen, also Fremdproduzierte Zukunft hereinholt mit allen damit verbundenen Konflikten“
Dr. Siegfried Buchholz ( Management-Berater )
Tag xx 21.05.04
Manchmal ist das schon verrückt. Da läuft alles rund, und dann verabschiedet sich mein Netzteil vom Laptop. Nur gut, das diese Bibliothek einen Multimediabereich hat. Und sie werden es nicht glauben. Hier steht alles, was man zum Zeitung machen braucht. Rechner, Scanner und nun halten sie sich fest, hier steht auch ein A3 Scanner. Ein medientechnisches Schlaraffenland. Aber das ist nicht das Thema, über das ich fauler Hund schreiben muss.
Mein behelfsmäßiger Ausweis läuft am 23.05.04 ab. Und um einen neuen zu bekommen, braucht man in Thüringen eine amtliche Abmeldung und eine Geburtsurkunde. Beides ist auf dem Weg.
Ich habe zwar noch genug Geld, nur weiß ich nicht, wie lange die Papiere brauchen, bis sie hier sind. Und was macht man, um nicht auf dem geldmäßigen Trockendock zu landen? Man holt sich einen Vorschuss. Argumentationen hatte ich genug, und einen verdammt interessierten H. Lange (Ehem.Mitarbeiter Karl-Zeiss Jena), der diesen aufgeschlossen gegenüberstand. Um 11.30 Uhr war ich um 90 Euro reicher.
Nur was wird auf diesem Ausweis als Meldeadresse stehen. Denn wenn ich keinen neuen Ausweis mache, bedeutet das ich den Arbeitsamtscheck nicht einlösen kann. Nach der deutschen Gesetzgebung ist jeder deutsche Staatsbürger verpflichtet, eine amtlich, gültigen Personalausweis bei sich zu tragen. Nur was steht in meinem Fall, als offiziell Wohnsitzloser auf dem Ausweis über den Wohnort drauf.
Aufenthaltsort: Jena. So einfach ist das. Und damit ist er gültig.
Und nun wird es Interessant: Vor Jahren habe ich in einer Wohnung in Stuttgart zur Untermiete gewohnt. Die eigentliche Mieterin dieser Wohnung wollte mir ums verrecken kein Formular zur Anmeldung unterschreiben. Trotzdem konnte ich mich anmelden, weil ich nachweisen konnte, anhand meiner Mietzahlungen, das ich in dieser Wohnung alleine wohnte.
Und das könnte und kann dem Campingplatz auch passieren. Aufgrund meiner Mietzahlung bin ich ein Dauergast. Und das bedeutet, ich könnte mich da unten auch anmelden.
Mal sehen, wie das Bürgeramt auf meine Argumentation reagiert. Wenn sie mich vom Platz werfen, wozu gibt es den Bauern. Die vermieten mit sicher gern ein kuscheliges Plätzchen bis zum Winter.
Ich muss gestehen, das ich gestern am Vatertag und heute keine Zeitungen verkauft habe. Ich bin jetzt seit 5 Wochen hier, und jeden Tag im Straßenkampf. Dafür geht es morgen wieder zur Sache.
Auch wenn es stürmt oder schneit, Menschen die auf der Straße sind, sind auch Kunden.
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C.K.J.P.
Tag xx 23.05.04
Filmkritik " Bären Brüder "
Männertag, der Kampf um die Waschmaschine verlangt nach einem Opfer. Welcher Gedanke könnte das sein ? Jawohl, Kino. Einmal Walt Disney heftig. Kreativität heftig. "Die Bären Brüder" sollten es sein. Ich also die Kinokarte geordert, und rein ins Getümmel. Im wahrsten Sinne des Wortes. Und wer saß da schon drin, meine Rasselbande, die Mutti und Pappi so lange auf den Docht gegangen sind, bis sie "Ja" sagten. Nun ja, die wissen halt schon in ihrem Alter, wo Qualität steckt.
Und nun die Geschichte oder Inhalt zu diesem Film.
Es geht um drei Brüder, die in einem Indianerstamm aufwachsen, und durch die Verbundenheit mit der Natur ihren "Totem" ,mit ins Erwachsen werden bekommen sollen. Ich denke mir, so was ähnlicheres wie die Kommunion oder Einsegnung. In diesem Film war es der Jüngste der drei Brüder, der auch den meisten Unsinn im Kopf hatte, sein Totem überreicht bekam, mit der Headline "die Liebe".
Es ist für mich schon immer beeindruckend gewesen, wie die Zeichner von Walt Disney die Geschichte der Indianer mit der Geschichte ihrer eignen menschlichen Kreativität auf einen gemeinsamen Nenner bringen, so das die Kreativität der großen und kleinen Zuschauer "geschult" werden. ( Das dabei die Mimik und Gestik von Whoopie Goldberg bei der "Weisen" übernommen wurde, halte ich nun nicht gerade für einen "Zufall") Nur muss ich sagen, das die Schnitte in diesem Film für die kleinen Zuschauer einfach zu schnell sind. Und dadurch kippt das Bild mehr zu den "Erwachsenen", weil viele Witze und Pointen für die Kleinen einfach zu subtil sind. Beste Beispiel ist die Geschichte um die beiden Elche, die Lasziv über einem Mammutrücken hängend das Spiel spielen: Ich sehe was, was du nicht siehst. Sie müssen sich vorstellen, das sich die beiden Elche den einzigen Baum aussuchen, der weit und Breit steht. Dazu noch mit einem schwedischen Akzent eingedeutschtes Wort "Boom" oder Baum. Und diese Nummer spielen diese beiden doch sehr schussligen Elche in einer Sequenz von ca. 2 min. Neben mir saß eine Mutter mit ihrer ca. 5 Jährigen Tochter. Während ich mich vor lachen fast unter der Sitzreihe wieder gefunden hätte, verzog diese junge Dame keine Mine, ja mampfte einfach ihr Popcorn weiter. Das sind einfach Geschichten, die für diese Junge zu subtil sind.
Und ich denke mir, die beste Schulung der Kreativität für die "Junge" ist, wenn Walt Disney sich mal einen Regenbogen anschaut. Weil dieses Wetterphänomen läuft ja auch weich aus. Denn harte, schnelle Schnitte gehören zum Friseur und nicht in Kinderfilme.......
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C.K.J.P.
Nachtrag: Ein muss für alle, die Disney Filme mögen und auf Witz stehen, die nöch söptiler Kömmen als die vön Mister Bean, und vergessen sie die tempö´s nicht für ihre Angetraute öder mit wem sie ins Kinö gehön, weil, mönche Stellen in diesöm Film haben döch ziemlichön Tiefgöng......
26.05.04
Tagxx
Heute war wieder mal ein Tag, wo ich in diesem seltsamen "Verlag" meinen Zeitungsbestand auffrischen musste. Ich also rein in den Schuppen, und das erste was passierte, das der "Macher" von dieser Zeitung mir sein Leid klagte, über die 1000 Exemplare, die von 3500 Exemplaren übrig blieben, die er immer als Werbeprospekt verschenken muss. Auch beklagte er sich darüber, das es keiner dieser Verkäufer es fertig bringt, auf dem Campus für Geisteswissenschaften die Zeitungen zu verkaufen. Ich also mit meinem Zeitungsbestand auf eben diesem Campus, und das aus Trainingszwecken in der Psychologie. Wenn also einer wie ich der Arbeitskultur "Brainstorming" mächtig, bei Studenten auftaucht, die von sich nach dem Abschluss ihres Studiums ein gewisses Maß an "Sozialer Kompetenz" mitbringen müssen, dann sollten die Herrschaften mich eigentlich verstehen.
Nach einer Stunde suggestiver Arbeit mit dieser Zeitung war die Ausbeute gleich NULL. Sinn und Zweck dieser Aktion war es zu beweisen, das Studenten der Geisteswissenschaften mit Kauf einer Zeitung beweisen können, das sie sich für die Problematiken der Randgruppen interessieren. Ich hätte der Studentin oder Student auch diese Ausgabe geschenkt.
Sie hätten mir beweisen können, das die Bildungstruktur auf der Uni Jena der Bringer ist. Es wäre der Beweis gewesen, das die Studenten der Geisteswissenschaften aus der Ex-DDR in der Lage sind, mit kreativen Menschen umzugehen, ja in der Lage sind, kreative Menschen zu motivieren, kreativ zu sein und nicht zu strukturieren, was ja blonde Geräte so an sich haben. (Ausnahmen bestätigen die Regel; nur das diese Blondinen echt dünn gesäht sind.)
Als ich gerade einpackte, stand einer der Dozenten da, und rauchte eine. Ich also hin, und ihn Gefragt: "Guter Mann" , in der Annahme, Sie sind Dozent an dieser Uni, stell ich ihnen eine für mich Interessante Frage: "wen oder was bilden Sie hier aus"?
Der Dozent verstand irgendwie meine Frage nicht. Ich brachte ihn ein Beispiel. Angenommen, ich stehe hier als verdeckter Headhunter, also ein Mann, der für eine Firma oder Konzern z.B. neue Ingeneure mit Ideen sucht. Und das verdeckt als Zeitungsverkäufer. Und angenommen, dieser Mann als verdeckter ZEITUNGSVERKÄUFER benutzt meine Art der Technik des Brainstorming, dann wären als Ergebnis daraus alle anwesenden Studenten durchgefallen. Nach einem hin und her von Argumenten sagte dieser Dozent einen für mich sehr interessanten Satz:" Den Studenten von heute fehlt der Blick über den Tellerrand".
"Das blonde Gerät von der Käsetheke"..
ist ein Thema, den ich eigentlich schon vor längerem Schreiben wollte, ich suchte nur noch eine Grund und den richtigen Zeitpunkt.
Und wie schlage ich nun die Brücke zu dem "blonde Gerät von der Käsetheke".. und meinem Studium: Brainstorming statt Suggestion.
Man fängt mit der Formel1, der Königsklasse der Suggestionsfähigkeit in der Frauenwelt an " ich nenne ihn den suggestiven Visualisierungseffekt, oder wie die chinesische Philosophie auch sagt: "sehe wie die/der Blinde".
Was bedeutet das: Blinde Menschen von Geburt an sind in der Lage, durch mentales Training sich den Blick von anderen Menschen für sich über das "so genannte Dritte Auge" zu Visualisieren. Die Menschen können das sehen, was z.B. ich sehe. Nur, und das ist eine berechtigte Frage, brauchen diese Menschen einen Blindenstock oder Hund. Ich rede hier von einer Suggestion ( also einer so genannten "Gedankenübertragung" zwischen dem Mensch der sieht, und dem Mensch der Blind ist). Und dieses Signal ist rein theoretisch nachweisbar. Es müsste in dem Forschungsprojekt "SETI" der NASA auftauchen, weil das Frequenzband, das man erforscht, breit genug dafür ist. Aber das nur am Rande.
Das Thema sind die "Interreferenzen", also einer Signalüberlagerung. Als Beispiel fällt mir nur das alte analoge Telefonsystem ein, wo man, unbewusst beim Wählen der gewünschten Telefonnummer plötzlich im Telefongespräch zwischen zwei anderen Leuten war, und mit ihnen sich auch unterhalten konnte. (Oder auch nur Belauschen).
Eine Gesetzmäßigkeit in meiner Psychologie heißt: Mädchen verstehen Mädchen, Frauen verstehen Frauen, Und Frauen verstehen Mädchen! ( Wie bei der Mutter Tochter Beziehung). Es gibt leider unter den sehenden Zeitgenossen Männer und Frauen, die diesen Visualisierungseffekt auch beherrschen. Und was das wichtigste ist, den blinden Menschen aus Spaß "Bewusst" suggerieren, das dort ein Baum oder Bahnsteigkante ist, wo in Wirklichkeit gar keine vorhanden ist. Der Blindenhund oder Stock ist die Sicherheit für den Blinden Menschen, das daß was sie sehen, auch so ist. Und um sicher zu sein, das meine Theorie richtig ist, fragte ich bei zwei verschiedenen Neurologischen Kliniken in Stuttgart und Ludwigsburg nach, die meine Theorie bejahrten. Und noch zur Info: Es waren Griechische Institute.
( So Micha ( Redakteur "Motz Life Berlin), jetzt geht's ans eingemachte. Das was ich weiß über das Thema Suggestion, und aufschreiben werde, ist in seiner Ausführung schwieriger als der Straßenverkauf, weil hier die Gefahr besteht, das ich wie die Psychologin Stark, von der ich dir erzählt habe, genauso zu kippen beginne. Ich werde mir bei der Niederschrift Zeit nehmen müssen.)
11.06.2010 22:06 letztes Update